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01 Dezember 2022, 12:55

Paralympisches Komitee von Belarus reichte Berufung bei IPC-Gericht ein

Oleg Schepel
Oleg Schepel

MINSK, 01. Dezember (BelTA) - Das Paralympische Komitee von Belarus hat beim Gericht des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC) Berufung gegen die rechtswidrige Entscheidung eingelegt, die Mitgliedschaft von Belarus im IPC auszusetzen. Darüber sprach der Vorsitzende des Paralympischen Komitees von Belarus Oleg Schepel am 1. Dezember vor den Journalisten.

Oleg Schepel betonte noch einmal, dass die Entscheidung, die auf der jüngsten außerordentlichen IPC-Generalversammlung in Berlin getroffen wurde, ordnungswidrig sein mag. Er sagte auch, dass die belarussische Seite extra die Beweise dafür gesammelt und den ausländischen Kollegen und der IPC-Führung bei der Generalversammlung vorgelegt habe, dass unser Land gegen keinen Punkt der aktualisierten Satzung des Internationalen Paralympischen Komitees, die erst vor sechs Monaten verabschiedet worden war, verstoßen habe. "Dennoch wurde alles getan, um einen Beschluss zu fassen, dass Athleten und Athletinnen aus Belarus und Russland aus der weltweiten paralympischen Familie ausgeschlossen werden. Das ist natürlich eine Spaltung in der internationalen paralympischen Bewegung", sagte Oleg Schepel. Darüber hinaus hat die IPC in Berlin erneut Änderungen an ihrer Satzung vorgenommen. Insbesondere darf das Exekutivkomitee nun Sportler und Trainer sowie ganze Mannschaften ohne Bekanntgabe von Gründen suspendieren.

Der Vorsitzende des Paralympischen Komitees wies auch darauf hin, dass sich der IPC-Sitz in Bonn befindet. In diesem Zusammenhang hat das Paralympische Komitee von Belarus zusammen mit deutschen Anwälten bereits Vorbereitungen für die Einreichung einer Klage über die Verstöße bei einem Gericht der Bundesrepublik Deutschland getroffen. Nach deutschem Recht darf niemand wegen seiner Herkunft, Sprache und seiner politischen Anschauungen im Bundesgebiet diskriminiert werden.

Dem IPC gehören inzwischen 184 Organisationen - nationale und regionale Komitees sowie Sportartverbände - an, ermahnt Oleg Schepel. Und bei der außerordentlichen IPC-Vollversammlung in Berlin stimmten 54 Mitglieder für den Ausschluss von Belarus, 45 waren dagegen und 18 enthielten sich der Stimme. Darüber hinaus ist zu bedenken, dass viele Menschen vor der Abstimmung in der "richtigen" Art und Weise der Stimmabgabe geschult wurden. Insbesondere den Vertretern Lateinamerikas wurde finanzielle Unterstützung zugesagt, wenn die "Wünsche" der Führung erfüllt würden. Darüber hinaus machten Vertreter vieler westeuropäischer Länder sowie der USA und Kanadas hinter den Kulissen praktisch keinen Hehl daraus, dass sie den Auftrag ihrer Politiker, die Belarussen und die Russen zu verdrängen, quasi erfüllten. Darüber hinaus konnten Delegationen aus vielen postsowjetischen Ländern sowie aus asiatischen Staaten, insbesondere aus dem Iran, nicht in die deutsche Hauptstadt kommen, da sie keine Einreisevisa ausgestellt erhielten. Diese Entscheidungen werden also wieder einmal getroffen, um den Politikern zu gefallen und nicht dem sportlichen Geist und den Prinzipien der olympischen Bewegung.

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