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Belarus ruft UNO zur besseren Koordinierung der Bemühungen um Kampf gegen Menschenhandel auf

Politik 16.03.2017 | 13:10
Walentin Rybakow. Foto Außenministerium
Walentin Rybakow. Foto Außenministerium

MINSK, 16. März (BelTA) – Vizeminister für Auswärtige Angelegenheiten von Belarus, Walentin Rybakow, hat in der offenen Diskussion des UN-Sicherheitsrates zum Thema „Kampf gegen Menschenhandel in Konfliktsituationen“ am 15. März alle UNO-Mitgliedsstaaten aufgerufen, die Koordination der Bemühungen bei der Bekämpfung von Menschenhandel zu verbessern. Das teilte der Pressedienst des Außenministeriums der Telegraphenagentur BelTA mit.

„Vizeaußenminister von Belarus hat UNO-Mitgliedsstaaten dazu aufgerufen, sich nicht miteinander zu messen, wer eine bessere Initiative zum Kampf gegen Menschenhandel auf den Weg gebracht hat, sondern die gemeinsamen Bemühungen besser zu koordinieren. Dabei müssen alle Staaten ohne Ausnahme offen und voraussagbar mitmachen“, hieß es.

Der nächste Umsetzungsbericht zum Globalen Aktionsplan zur Bekämpfung des Menschenhandels, der im September 2017 stattfindet, gibt allen UNO-Mitgliedsstaaten eine einmalige Chance, die aktuellen Probleme zu analysieren und weitere Schritte im Kampf gegen den Menschenhandel zu erarbeiten. In diesem Sinne hat Rybakow alle Beteiligten aufgerufen, diese Herausforderung ernst zu nehmen und konstruktiv zu sein.

In seinem Statement hat Walentin Rybakow betont, dass sich das Problem Menschenhandel nicht zur Prärogative des UN-Sicherheitsrates verwandeln muss, weil das sonst zur Überschneidung von Aufgaben und Verantwortlichkeiten in der UNO führen kann. Dieses Verbrechen hat einen grenzüberschreitenden Charakter, deshalb müssen alle Staaten den Kampf mittragen. Deshalb muss die UN-Generalversammlung als Hauptorgan der Vereinten Nationen das einzige Forum für Erarbeitung und Koordinierung der Bemühungen in dieser Frage bleiben.

In einer anderen hochrangigen Sitzung zum Thema „Hauptursachen des Menschenhandels: Schlüsselrolle der Familie beim Schutz und Prävention“, die auf belarussische Initiative hin von der Gruppe der Freunde und in Kooperation mit den hinter traditionellen Familienwerten stehenden internationalen und amerikanischen NGOs organisiert wurde, hat Walentin Rybakow auf Risikofaktoren aufmerksam gemacht, die potentielle Opfer in die Hände der Menschenhändler treiben. Zu diesen Faktoren gehören Armut, fehlende Bildung, Mittelknappheit, Diskriminierung und Gewalt nach Geschlecht. Die Familie, so Rybakow, spiele eine große Rolle bei der Prävention von Menschenhandel. Stabile Familien könnten lebensnotwendigen Schutz vor psychischer und körperlicher Gewalt garantieren.

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