MINSK, 10. März (BelTA) - Die Weltfinanzen stehen vor gravierenden Veränderungen. Diese Meinung äußerte der Vorstandsvorsitzende der Nationalbank, Roman Golowtschenko, gegenüber Journalisten im Anschluss an das Arbeitsgespräch beim Präsidenten. Golowtschenko legte dem Staatschef einen Bericht über die aktuelle Tätigkeit der Nationalbank.
Der Leiter der Nationalbank wies darauf hin, dass es derzeit weltweit insgesamt ein Problem mit traditionellen Finanzen und der Abwicklung von Zahlungen gebe. „Dies äußert sich unter anderem in der zunehmenden Abkehr von der Verwendung der amerikanischen Währung als internationales Zahlungsmittel. Das sind langfristige Trends, mit denen die Länder in den kommenden Jahren leben und arbeiten müssen", betonte er. „Ich gehe davon aus, dass die Weltfinanzen insgesamt gravierende Veränderungen erwarten.“
Aus diesem Grund sprechen viele Staats- und Regierungschefs der BRICS-Staaten über die Notwendigkeit, eine eigene Währung innerhalb der Vereinigung einzuführen. Dieses Thema wird auch von anderen Blöcken und Bündnissen diskutiert. „Das heißt, wir sehen eine gewisse Defragmentierung des globalen Finanzmarktes. Wir werden noch viel Interessantes erleben, dessen bin ich mir sicher“, vermutete Roman Golowtschenko.
Belarus wickelt einen erheblichen Teil der Verrechnungen im Außenhandel in Währungen der Partnerländer ab, sagte Golowtschenko. „Unser Portfolio an Währungsaktiva ist sehr diversifiziert“, stellte er fest.
