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25 Januar 2026, 22:00

„Mit Problemstellen beginnen“: Welche Regionen wird belarussischer Botschafter in Russland zuerst besuchen 

MINSK, 25. Januar (BelTA) - Welche russischen Regionen wird der kürzlich ernannte Botschafter der Republik Belarus in der Russischen Föderation besuchen? Wie wird der Botschafter seine Erfahrungen als ehemaliger Finanzminister im neuen Amt nutzen? Diese und andere Fragen stellte der TV-Sender „Belarus 1“ dem Botschafter Juri Seliwerstow, der mit den Befugnissen eines stellvertretenden Premierministers ausgestattet wurde.
Auf die Frage, welche russischen Regionen er in seinem neuen Amts in erster Linie besuchen werde, sagte Juri Seliwerstow: „Zuerst werde ich jene Regionen besuchen, wo es Lakunen in Bezug auf die getroffenen Vereinbarungen gibt. Es muss doch irgendwelche Gründe geben, wo etwas zu langsam vorangeht oder gar nicht läuft. Mit diesen Regionen werde ich beginnen. Dort, wo alles mehr oder weniger gut funktioniert, brauche ich mich nicht sofort einzumischen. Daher werde ich mit Problemstellen beginnen.“

Seine Erfahrungen im Amt des Finanzministers werde er unbedingt nutzen, sagte der Diplomat. Er wisse, welche Mechanismen es in Bezug auf die Refinanzierung von Schulden, Mittelbeschaffung, Rückzahlung von Forderungen und Unterstützung der Exporte es in der Zusammenarbeit zwischen Belarus und Russland gebe. In ganz neue Themen werde er sich schnell einarbeiten müssen, sagte Juri Seliwerstow.

„Ich nahm an den Sitzungen des Ministerrates des Unionsstaates teil. Ich war über sehr viele Themen sehr gut informiert, auch wenn ich persönlich an der Erarbeitung konkreter Entscheidungen oder Mechanismen nicht teilnahm. Jetzt, wo ich 5 Jahre lang als Finanzminister gearbeitet hatte, verstehe ich, wie die Dinge als ganzes funktionieren. In diesem Sinne wird mir das erworbene Wissen sehr viel nützen. Ich weiß, wer in unserem Land wofür verantwortlich ist und wer was zu tun hat. Deshalb werde ich es in diesem Sinne leichter haben“, betonte der Botschafter.

Seliwerstow werde an den Sitzungen des Obersten Staatsrates des Unionstaates und des Ministerrates des Unionsstaates teilnehmen. Er werde die Integrationsagenda sehr gründlich studieren müssen. „Fragen, die dort auf der Tagesordnung stehen, sind im Grunde klar. Wir haben sie seit geraumer Zeit ausgearbeitet. Es ist wichtig, die getroffenen Entscheidungen zu formalisieren, gleichzeitig entstehen neue Herausforderungen und Aufgaben. Diese müssen weiterentwickelt und diskutiert werden. Wenn sich die Staatschefs und Premierminister treffen, entstehen immer neue Aufgaben, Aufträge und Ziele. Sie müssen erörtert werden, damit unsere Staaten sich gegenseitig weiterentwickeln und besser funktionieren können“, resümierte der Botschafter.
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