MINSK, 15. März (BelTA) – Abends vermisste man das Salo (Schweinspeck), aber wo sollte man den in Ägypten herbekommen? Ein 70-jähriger Rentner aus Gomel teilte in einer Sendung des Fernsehkanals ONT seine Eindrücke von seinem Winteraufenthalt in dem warmen Land mit.
Der Mann aus Gomel, der ein halbes Jahrhundert lang als Meister in einem Radiowerk und anschließend in einem Waggonreparaturbetrieb gearbeitet hatte, reiste mit seiner Frau nach Ägypten, um dort den Winter zu verbringen.
„Viele nehmen Koffer voller Tabletten mit, aber das Meer ist Gesundheit. Ich stehe im Wasser und tanke positive Energie. Ich wünsche mir so sehr, dass ihr euch gegenseitig anschaut, lächelt und sagt: Das können wir auch!“, mit diesen Worten wandte sich der 70-jährige Alexander Grinkewitsch in den Videos, die er im sozialen Netzwerk veröffentlichte. Dank dieser positiven Einstellung wurde der Mann bald populär: Seine Videos erzielten Hunderttausende Aufrufe, begleitet von Likes und Kommentaren. In den Videos versuchte der Belarusse zu zeigen, dass er sich selbst mit der Rente im Urlaub nichts versagen musste, wenn man die Reise klug plante.
„Wir sind immer in der Lage, unser Leben zu verändern, es grundlegend zu verändern“, ist der Mann aus Gomel überzeugt.
Allerdings, so erzählte der Rentner, habe er im heißen Afrika das belarussische Salo (Schweinspeck) sehr vermisst. „Besonders abends hatte ich so ein großes Verlangen nach Salo! Und wo sollte man das in Ägypten herbekommen? Das ist einer der Gründe, warum ich nach Hause wollte“, gesteht Alexander und fügt hinzu, dass es in Ägypten keine Bäume wie in Gomel gibt, von denen man Energie tanken kann, und keine belarussischen Eichhörnchen wie im Park beim Rumjanzew-Paskewitsch-Palast.
Nach seiner Rückkehr nach Gomel hörte Alexander nicht auf zu filmen und bestätigte damit seinen Status als „Volksblogger“.
„Hinter mir liegt nicht das Rote Meer, sondern die Sosch. Schaut her, bewundert unseren Fluss!“, der Content aus dem kühlen Belarus ist genauso sonnig.
„Ich bin kein Oligarch, ich wohne in einer ganz normalen Wohnung. Ich habe genau das gleiche Einkommen wie jeder einfache Belarusse“, bemerkte er und betonte, dass er bereit sei, Ratschläge mit denen zu teilen, die seinem Beispiel folgen und in der Rente mit dem Reisen beginnen wollen.
„Lebt das Leben voll aus. Verbringt eure Tage positiv, freut euch. Lächelt, meine Herren, lächelt!“, fasste er zusammen.
