GRODNO, 28. Februar (BelTA) – Über 150 Teilnehmer aus ganz Belarus hat die traditionelle Handwerksmesse „Kasjuki“ in Grodno versammelt.
Der Markt befindet sich in der historischen Sowjetskaja-Straße. Gewöhnlich lockt sie Touristen aus der ganzen Welt mit ihrem einmaligen Pflaster, heute aber sind hier viele auf der Suche nach echten Schätzen. Handwerker präsentieren in Grodno ihre unikalen Produkte.
Alles, was aus Belarus kommt, ist von hoher Qualität. Dieses Axiom findet auf dem „Kasjuki“-Markt seine Bestätigung. Nur kann man dazu noch ergänzend sagen: Alles, was aus Belarus kommt, ist etwas besonders, mit Talent und Vielfalt gemacht. Und mit Seele.
Handwerker und Meister aus Minsk, Grodno, Pinsk, Mogiljow, Molodetschno und aus den 12 Handwerkshäusern der Region Grodno haben alles mitgebracht, wofür sie in jeder Ecke des Landes berühmt sind: Erzeugnisse aus Ton, Stroh, Reben, Holz und Metall, Filzwaren, Sachen, die aus Papierröhren geflochten sind, echte Lederwaren und Wandteppiche. Und Süßigkeiten.
„Kasjuki“ ist das erste Handwerker-Treffen in der Saison. Hier kann man eigene Werke zeigen, die man während des langen Winters kreiert hat. Hier kann man sich mit Kollegen austauschen und neue Ideen sammeln.
An jedem Zelt ist es heute voll. Iwan Schiman aus Nowogrudok präsentiert heute eine Mini-Ausstellung seiner Eichenwannen und Eichenfässe. Das sind einmalige Produkte, die in jedem Haushalt nicht fehlen dürfen.
Der Meister verspricht, dass jedes Fass sehr lange halten und funktionieren wird. „Auch mein Großvater und mein Vater haben Eichenfässer hergestellt, und ich habe mitgeholfen. So habe ich alles gelernt.“
In Grodno hat Iwan Wladimirowitsch keine anderen Fassbinder getroffen. Das Handwerk ist einzigartig, die Zahl der Handwerker, die ein schönes, robustes und wirklich utilitaristisches Fass herstellen können, ist gering. Der Meister fertigt nicht nur Fässer an, sondern Geschirr aus Esche, die man „ewig“ gebrauchen kann.
Galina Kasakewitsch aus dem Kreis Grodno verkauft Osterkränze. Blumen, Blätter, Zweige - alles ist natürlich, verziert mit vergoldetem oder versilbertem Flachs. Geschwister Dominikowny fertigen Oster-Palmen an - Kompositionen aus getrockneten Blüten – und geben Meisterkurse für alle Interessenten.
Galina Korsun und Eduard Bukinitsch kamen aus Pinsk uns brachten aus dem Polesje-Gebiet viele Filzprodukte aus Wolle. Und es sind nicht nur traditionelle Hüte, Schals, Hausschuhe. Mit Begeisterung zeigt Galina einen Teeset – ihre eigene Erfindung, um Tee so lange wie möglich warm zu halten.
„Ich bin ein kreativer Mensch und versuche, mich nicht zu wiederholen. Ich arbeite mit viel Fantasie. Ich mache warme Pantoffeln und verziere sie mit bekannten Motiven aus Volksmärchen. Meine Pantoffeln kann man im Sommer und Winter tragen – die Füße schwitzen und frieren nicht.“
Wer den Handwerksmarkt „Kasjuki“ besucht, kauft bestimmt etwas. „Die Atmosphäre ist einfach wunderbar“, sagt Ljudmila Lebed aus Grodno. „Jedes Jahr wird der Markt vielfältiger. Und was wichtig ist: Es gibt nicht nur Dinge zum Dekorieren, sondern Dinge, die im Haushalt wirklich nützlich sein können. Wenn man etwas anzieht, was ein anderer Mensch mit seinen Händen gemacht hat, fühlt man sich besonders. In der Küche hat jede Hausfrau viel Freude daran, handgemachte Teller, Tafeln, Servietten zu verwenden. Sie haben eine andere Energie.“
Der Fantasie der Handwerker sind keine Grenzen gesetzt. Auf dem Markt fanden wir Kaffeekocher aus Schamotteton, einzigartige Schals aus natürlicher Seide, die mit Filzmustern aus Wolle verziert sind, den köstlichen Baumkuchen, der in die Liste der immateriellen Werte von Belarus aufgenommen wurde.
