Foto: Ermittlungskomitee von Belarus
MINSK, 17. Januar (BelTA) – Ein Arbeitstreffen zwischen dem Vorsitzenden des Ermittlungskomitees von Belarus, Konstantin Bytschek, und dem Vorsitzenden des Ermittlungskomitees Russlands, Alexander Bastrykin, hat am 16. Januar in Moskau stattgefunden. Das teilte die Abteilung für Information und Öffentlichkeitsarbeit des Ermittlungskomitees von Belarus mit.
„Das Treffen konzentrierte sich nicht auf protokollarische Aspekte, sondern auf praktische Fragen der Modernisierung der Zusammenarbeit und der Einführung neuer Mechanismen der zwischenbehördlichen Interaktion“, betonte das Ermittlungskomitee. Die Leiter der Behörden erörterten ein breites Spektrum an Themen. Unter anderem fand ein konstruktives Gespräch über die Entwicklung effektiver Verfahren für den unverzüglichen Austausch von für Ermittlungen kritischen Dienstinformationen statt. Konkrete Schritte zur Optimierung der Zusammenarbeit im Rahmen der geltenden Rechtshilfeabkommen wurden besprochen. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Abstimmung von Ansätzen zur Durchführung von Ermittlungsmaßnahmen sowie von Verfahrenshandlungen, die internationale Koordinierung erfordern.
Die Seiten besprachen auch positive Praktiken bei der Bildung gemeinsamer internationaler Ermittlungsgruppen. „Ein solches Format ermöglicht es nach Ansicht der Teilnehmer, den Prozess des Informationsaustauschs und der Beweiserlangung erheblich zu beschleunigen und die Qualität der Vorermittlungen zu erhöhen“, so das Ermittlungskomitee.
Ein eigenständiger Tagesordnungspunkt war die berufliche Weiterentwicklung der Ermittler. Die Seiten diskutierten Möglichkeiten zur verstärkten Teilnahme von Fachkräften an relevanten zusätzlichen beruflichen Weiterbildungsprogrammen, die auf der Basis der führenden Akademien des Ermittlungskomitees Russlands in Moskau und St. Petersburg umgesetzt werden.
Die Behördenleiter betonten: Der stetige Dialog und regelmäßige Kontakte ermöglichen es, schnell auf neue Herausforderungen zu reagieren und ein hohes Schutzniveau für die Rechte der Bürger zu gewährleisten.
Der Vorsitzende des Ermittlungskomitees von Belarus, Konstantin Bytschek, merkte an, dass angesichts der sich ständig verändernden globalen Lage die Zusammenarbeit zwischen den Behörden strategische Bedeutung erlangt.
„Wir streben danach, dass unsere gemeinsamen Bemühungen einen einheitlichen Sicherheitsraum schaffen, in dem jede Entscheidung auf Professionalität und gegenseitiger Unterstützung basiert. Heute stehen die Ermittlungsbehörden vor Aufgaben, die nicht nur hohe Qualifikation, sondern auch enge Koordinierung erfordern. Die moderne Kriminalität entwickelt sich rasant, und nur durch die Bündelung unserer Ressourcen können wir wirksam auf entstehende Bedrohungen reagieren. Für uns ist es wichtig, dass die gemeinsame Arbeit wirklich ergebnisorientiert ist“, betonte er.
Der Vorsitzende des Ermittlungskomitees der Russischen Föderation, Alexander Bastrykin, seinerseits, äußerte die Zuversicht auf eine weitere Stärkung der Partnerschaft und benannte die Prioritäten der russischen Seite. „Wir haben ein Interesse daran, dass die Zusammenarbeit mit den belarussischen Kollegen angewandter wird. Es geht darum, Mechanismen zu schaffen, die es uns ermöglichen, Informationen schneller auszutauschen und neue Ermittlungsmethoden einzuführen. Ich bin überzeugt, dass solche Schritte eine spürbare Wirkung zeigen und die Rechtsordnung in unseren Ländern stärken werden“, erklärte der Leiter der russischen Behörde.
Das Arbeitstreffen war ein Beleg dafür, dass die Zusammenarbeit zwischen den Ermittlungsbehörden über traditionelle Formate hinausgeht und einen innovativen Charakter annimmt, der auf langfristige Ergebnisse und die Steigerung der Effektivität der Zusammenarbeit angesichts der sich rasant verändernden geopolitischen Lage ausgerichtet ist.
