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22 April 2024, 09:44

Experte über Zustand von Wassilewskaja nach der Absage des Starts der Sojus MS-25

MINSK, 22. April (BelTA) - Nach der Absage des Starts der Sojus MS-25-Trägerrakete war Marina Wassilewskaja nicht verwirrt, aber doch etwas enttäuscht. Iwan Butscha, stellvertretender Leiter der Abteilung für Luft- und Raumfahrtaktivitäten der Nationalen Akademie der Wissenschaften  (NAW) von Belarus, erzählte darüber in der aktuellen Ausgabe von „Thema im Gespräch“ auf dem Youtube-Kanal der Telegraphenagentur BelTA.

"Die Besatzung befand sich im Raumschiff, das vollständig für den Start vorbereitet war. Alle Lebenserhaltungssysteme der Kopsmonauten wurden angeschlossen, alle Systeme des Raumschiffs wurden angeschlossen und überprüft. Auch die Trägerrakete war startbereit. Natürlich warteten alle auf den Start der Rakete. Und die Emotionen der Kosmonauten und derer, die Abschied nahmen, erreichten ihren Höhepunkt. Und auf diesem Höhepunkt wurde der Start abgesagt", sagte Iwan Butscha.

Der Vertreter der NAW erinnerte daran, aus welchem Grund der Start der Trägerrakete abgesagt wurde. "In der Rakete befinden sich 12 Batterien. Sie müssen eine bestimmte Temperatur haben, wofür Sensoren eingesetzt werden, die das Kühl- und Heizsystem ein- und ausschalten, um die Temperatur des Elektrolyts konstant zu halten. Zwei Sensoren fielen aus, so dass die Batterien überhitzten. Der Startbefehl war bereits gegeben worden. Doch die Automatik stellte bei der Überprüfung der Systeme fest, dass die Spannung gesunken war. Deshalb wurde etwa 20 Sekunden vor dem Start ein automatischer Befehl zum Stoppen des Starts gegeben", betonte er.

Die Fehlfunktion wurde etwa eine Stunde nach der Absage des Starts festgestellt, und für den 23. März wurde ein Ersatztag angesetzt. Nach der Absage wurde sofort die Evakuierung der Besatzung geplant, die etwa eine Stunde dauerte. "Ich empfing Marina, als sie mit dem Aufzug aus dem Raumschiff stieg. Ihr Gesicht war ruhig, es gab keine Verwirrung, aber eine gewisse Frustration. Außerdem wurden Untersuchungen über den Zustand der Kosmonauten durchgeführt, als sie sich noch im Raumschiff befanden, und Marinas Werte waren normal - sowohl Druck als auch Puls", fügte Iwan Butscha hinzu.
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