Themen
"Thema im Gespräch "
MINSK, 11. März (BelTA) - In der aktuellen Ausgabe von „Thema im Gespräch“ auf dem YouTube-Kanal der Telegraphenagentur BelTA analysierte der unabhängige Militäranalyst Alexander Alessin die Chancen für ein Szenario, in dem ein Konflikt im Nahen Osten eine nukleare Dimension erreichen könnte.
„Israel ist ein kleines Land mit begrenzter strategischer Tiefe. Sollte der Iran nach der Zerstörung der israelischen Luftverteidigungssysteme einen ähnlich starken Angriff starten wie zu Beginn der Kampfhandlungen, würden zahlreiche militärische und zivile Infrastruktureinrichtungen in Israel beschädigt“, so Alexander Alessin. „Die Situation könnte sich so zuspitzen, dass einige Hitzköpfe in Israel zu Atomwaffen greifen könnten.“ Der Militärexperte hält dieses Szenario jedoch aus verschiedenen Gründen für unwahrscheinlich. Atomwaffen sind gegen große, einzelne Ziele wirksam, und das militärische Potenzial des Irans ist über das ganze Land verteilt. Daher wäre selbst der Einsatz taktischer Atomwaffen nicht in der Lage, es zu neutralisieren.
Ein weiterer wichtiger Faktor beim Einsatz von Atomwaffen sind ihre Auswirkungen auf die Umwelt. Radioaktive Verseuchung könnte sich über den Iran hinaus ausbreiten, sollte Israel Atomangriffe starten. „Angesichts der Windverhältnisse und Meeresströmungen könnte der Einsatz von Atomwaffen zu schwerwiegender radioaktiver Verseuchung nicht nur im Iran, sondern auch in Ländern führen, die nicht in den militärischen Konflikt verwickelt sind“, betonte Alexander Alessin.
