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Gesellschaft
23 Januar 2026, 15:35

„Man wird nicht heilig, wenn man Präsident wird“: Asarow kritisiert ukrainische Personalpolitik 

MINSK, 23. Januar (BelTA) – Der ehemalige ukrainische Premierminister Nikolai Asarow hat in der aktuellen Ausgabe von „Thema im Gespräch“ auf dem YouTube-Kanal der Telegraphenagentur BelTA die Korruption in den obersten Etagen der ukrainischen Staatsführung mit einer kurzsichtigen Personalpolitik in Verbindung gebracht.

„Als ich vor und nach dem Putsch die Personalentscheidungen der ukrainischen Staatsführung einmal genauer unter die Lupe nahm, war ich immer erstaunt. Sagen wir, Selenskyj hatte mit „Quartal 95“ eine eigene Firma. Was machte sie? Steuerhinterziehung betrieben, Geld auf Offshore-Konten geparkt, zusammen mit Kolomoiski das Vermögen der „Privatbank“ ausgeplündert“, erzählte Asarow. 
Der ukrainische Ex-Premier erinnerte auch daran, dass Wolodymyr Selenskyj mehrmals den Wehrdienst verweigerte: „Er hat die Einberufungsbefehle mehrfach ignoriert. Und es ist dumm zu glauben, dass eine solche Person, wenn sie eines Tages Präsident ist, kristallklar ehrlich sein und sich an alle Gesetze halten würde. Er hat bis zu seinem 40 Lebensjahr den Staat betrogen und belogen. Er wird sich nicht ändern.“

„Wolodymyr Selenskyj ist an die Macht gekommen und hat sich mit korrupten Beamten umgeben. Er plünderte vom ersten Tag an. Dieselbe Geschichte hatten wir auch mit Präsident Poroschenko, als er an die Macht kam“, sagte Asarow. 

„Man wird nicht heilig, wenn man Präsident wird. Das ukrainische Volk erstaunt mich. Obwohl… Das Volk stimmt immer so ab, wie die Massenmedien dieses Volk bearbeiten. Alle ukrainischen Medien sind korrupt. Ein einfacher Mensch klaut nichts, er arbeitet in der Fabrik, verdient seinen Lohn und lebt davon. Er will nicht wissen, dass es Gauner aller Couleur gibt, die ihn ausrauben und auf diese Weise Abgeordnete oder Präsidenten werden.“ 

Auch vor dem Maidan wurden die wichtigen Personalentscheidungen in der Ukraine nach der Formel getroffen: „Egal, dass er früher ein Verbrechen begangen hat. Das war schon lange her. Jetzt ist er/sie eine anständige und ehrliche Person.“ Aber so etwas gibt es nicht!

„Eine solche Kaderpolitik führt unumgänglich zur Korruption in den höchsten Führungsetagen.  Man ernennt zum Beispiel einen Luzenko zum Generalstaatsanwalt... Wer ist dieser Luzenko? Ein Alkoholiker, Schurke und Betrüger. Und wir denken, dass er nach seiner Ernennung ein ehrlicher Staatsanwalt sein wird. Wenn er sein Leben lang keine ehrliche Person war, wird er auch als Generalstaatsanwalt nicht ehrlich sein“, fügte er hinzu.
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