MINSK, 20. März (BelTA) – Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Entwicklungsbank, Dmitri Jaroschewitsch, hat die Aufhebung der US-Sanktionen kommentiert.
„Ungeachtet dessen, dass wir auch unter diesen Sanktionen erfolgreich zurechtkamen, eröffnen sich jetzt für uns natürlich neue Möglichkeiten. Die Entwicklungsbank verfügt über ein breites regionales Partnernetzwerk. Das sind verschiedene internationale Banken. Zum Beispiel die Weltbank, afrikanische, panafrikanische Banken“, sagte Dmitri Jaroschewitsch. „Jetzt, wo die Einschränkungen aufgehoben sind, ergeben sich für uns gewisse Möglichkeiten. Auf jeden Fall gilt: Je weniger Einschränkungen es für die Wirtschaft gibt, desto besser.“
Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende erläuterte, welche Möglichkeiten sich nach der Aufhebung der Sanktionen konkret eröffnen. „In erster Linie geht es um den Export unserer Waren, die Unterstützung unserer Exporteure, die Bereitstellung von Ressourcen für Banken zum Kauf unserer Produkte“, so er. „Wenn wir zum Beispiel über die Weltbank sprechen: Mit ihr haben wir ein Programm zur Unterstützung kleiner und mittlerer Unternehmen. Das heißt, es geht um die Frage der Einwerbung von Finanzmitteln für unsere Wirtschaft.“
Dmitri Jaroschewitsch sagte, die Bank werde die Projekte mit den USA wieder aufnehmen. „Wir haben auch Beziehungen zur US-Eximbank“, betonte er. „Wir planen eine weitere Zusammenarbeit mit unseren Exporteuren, die ihre Produkte in den USA liefern.“
Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Entwicklungsbank griff auch das Thema der europäischen Sanktionen auf. „Ich bin überzeugt, dass der gesunde Menschenverstand sich durchsetzen wird. Die Aufhebung der Sanktionen bedeutet nicht nur Möglichkeiten für uns, sondern auch für unsere Partner. Warum sollten Unternehmen aus Großbritannien, Polen und anderen EU-Ländern schlechter sein als amerikanische?“ fasste Dmitri Jaroschewitsch zusammen.
Am 19. März wurde bekannt, dass die USA die Sanktionen gegen die Belinvestbank, die Entwicklungsbank und das Finanzministerium aufheben. Ebenfalls wurden belarussische Unternehmen der Kalibranche – Belarussische Kali-Gesellschaft und Belaruskali - aus allen Sanktionslisten gestrichen.
