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Wirtschaft
22 Dezember 2025, 15:05

„Technologischer Durchbruch.“ Moros über Vorteile des Baus des dritten KKW-Blocks 

MINSK, 22. Dezember (BelTA) – Energieminister Denis Moros sprach vor Beginn der Auswärtssitzung des Rates der Repräsentantenkammer mit Journalisten über die Vorteile des Baus des dritten Kraftwerksblocks des BelKKWs.

Das belarussische Energiesystem entwickelt sich dynamisch. „Im vergangenen Fünfjahreszeitraum gab es ein bedeutendes Ereignis – die Inbetriebnahme des ersten Kernkraftwerks in der Geschichte des Landes. Dies war ein starker Impuls nicht nur für die Energiewirtschaft, sondern für die gesamte Wirtschaft“, sagte Denis Moros.
In den letzten fünf Jahren ist der Stromverbrauch in Belarus um 6 Milliarden kWh gestiegen. Und das ist nicht nur eine Zahl – dahinter stehen reale Veränderungen, betonte der Minister.
Das BelKKW hat eine ganze Reihe neuer Bereiche erschlossen, die es zuvor praktisch nicht gab: Elektroheizung, Entwicklung des Elektroverkehrs, Einführung digitaler Technologien, zunehmende Nutzung von Strom in der Industrie und anderen Sektoren. „Und wir sehen ganz klar: Der Trend zum steigenden Verbrauch wird sich nur noch verstärken. Warum? Weil die Bevölkerung immer mehr Strom verbraucht – nicht nur für den Hausgebrauch, sondern auch zum Heizen. Heute liegt die Wachstumsrate des Stromverbrauchs in diesem Segment bei etwa 40 % pro Jahr. Bei Elektroautos ist sie sogar noch höher: bis zu 200 % pro Jahr. Die steigende Nachfrage muss nachhaltig gedeckt werden", erklärte der Branchenchef.

Aus diesem Grund wurde am 14. November 2025 auf Ebene des Staatsoberhauptes eine konzeptionelle Entscheidung getroffen: Der nächste Schritt in der Entwicklung der Energiewirtschaft wird der Bau eines dritten Kraftwerksblocks auf dem Gelände des bestehenden belarussischen Kernkraftwerks sein.
„Erstens wird sie der Wirtschaft des Landes eine umweltfreundliche, zuverlässige und sichere Energiequelle bieten, die den wachsenden Bedarf decken kann. Zweitens handelt es sich um einen technologischen Durchbruch. Die Umsetzung des Projekts setzt den Einsatz modernster Lösungen und Hochtechnologien direkt auf unserem Territorium voraus. Drittens werden neue Möglichkeiten für das Bildungswesen und die Beschäftigung geschaffen. Für den Betrieb des dritten Blocks müssen zusätzlich etwa 1.000 hochqualifizierte Nuklearspezialisten ausgebildet werden. Das bedeutet neue Ausbildungsprogramme, personelle Herausforderungen und Investitionen in Humankapital“, betonte Denis Moros.
Genau diese Faktoren – Energiesicherheit, technologische Entwicklung und Personalpotenzial – haben die Entscheidung bestimmt: Der Bau des dritten Blocks am Standort des bestehenden Kernkraftwerks ist der vielversprechendste und rationalste Weg, fasste der Minister zusammen.
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