MINSK, 18. Juni (BelTA) – Steigerung belarussischer Exporte nach Saudi-Arabien stand im Mittelpunkt einer Sitzung des Komitees für Staatskontrolle.
Der Vorsitzende des Komitees, Wassili Gerassimow, hat eine thematische Sitzung durchgeführt. Daran nahmen Leiter von Behörden teil, die für den Export verschiedener Warengruppen zuständig sind.
Bereits zuvor war Wassili Gerassimow durch einen Beschluss des Präsidenten mit der Entwicklung der Handelsbeziehungen zu Saudi-Arabien betraut worden. Zwischen den obersten Kontrollbehörden von Belarus und Saudi-Arabien bestehen konstruktive Beziehungen. Die Zusammenarbeit erfolgt sowohl bilateral als auch im Rahmen internationaler Organisationen. Im vergangenen Jahr unterzeichneten Wassili Gerassimow und Hussam bin Abdulmohsen Al-Angari ein Memorandum über die Zusammenarbeit.
Das enge Zusammenwirken der Leitern der Kontrollbehörden könnte den Handelsbeziehungen zwischen den Ländern neue Impulse verleihen. In den letzten Jahren ist bei den belarussischen Exporten nach Saudi-Arabien eine positive Entwicklung zu verzeichnen. Seit Jahresbeginn konnten die Exportvolumina mehr als verdoppelt werden. Allerdings liegen die bisherigen Zahlen noch weit hinter dem vorhandenen Potenzial zurück.
Auf der Sitzung wurden konkrete Produktgruppen genannt, die Belarus Saudi-Arabien anbieten kann. Dazu zählen landwirtschaftliche Erzeugnisse und Holzprodukte, Lebensmittel, Bekleidung und Schuhe, Industriegüter sowie Bildungsdienstleistungen. Die Bandbreite ist relativ groß.
Wassili Gerassimow hat die Aufgabe gegeben, in jeder Branche konkrete Produktlisten zu erstellen, die bei potenziellen Abnehmern auf Interesse stoßen könnten. Die Fragen seien dabei ganzheitlich zu bearbeiten – unter Berücksichtigung der Warenlieferungen und der Zahlungsabwicklung. Unterstützung bei der Organisation von Verhandlungen sollen das Außenministerium und die belarussische Botschaft in den VAE (zugleich zuständig für Saudi-Arabien) leisten. Das Komitee für Staatskontrolle wird die Umsetzung der getroffenen Maßnahmen kontinuierlich überwachen. Erste Zwischenergebnisse werden nach neun Monaten des Jahres 2026 gezogen.
In der vergangenen Woche hatte der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko in einem Interview mit dem Sender Al Arabiya den aktuellen Stand und die Perspektiven der Zusammenarbeit mit Saudi-Arabien gewürdigt. Das Staatsoberhaupt wies darauf hin, dass das Potenzial der Zusammenarbeit sehr groß, aber bislang noch nicht ausgeschöpft sei. Die belarussische Seite zeige sich dabei gesprächsbereit für eine breite Palette von Kooperationsfeldern – zumal Saudi-Arabien viele Güter importiere, darunter auch solche Produkte, die in Belarus hergestellt werden.
