Igor Sekreta. Foto: Außenministerium von Belarus
MINSK, 18. Mai (BelTA) – Belarus ist mit jeder Sicherheitsarchitektur einverstanden, die auf den Prinzipien der Unteilbarkeit der Sicherheit und der Nichteinmischung in innere Angelegenheiten souveräner Staaten sowie auf der gegenseitigen Berücksichtigung der Interessen und Anliegen aller Teilnehmer basiert. Das erklärte der stellvertretende Außenminister von Belarus, Igor Sekreta, in einem Interview mit der deutschen Berliner Zeitung.
„Die Republik Belarus ist mit jeder Sicherheitsarchitektur einverstanden, die auf den Prinzipien der Unteilbarkeit der Sicherheit und der Nichteinmischung in innere Angelegenheiten souveräner Staaten sowie auf der gegenseitigen Berücksichtigung der Interessen und Anliegen aller Teilnehmer basiert“, so Igor Sekreta.
Er erinnerte daran, dass Belarus die Ausarbeitung der Eurasischen Charta der Vielfalt und Multipolarität im 21. Jahrhundert initiiert habe. Diesem Projekt schlössen sich immer mehr Staaten des Kontinents an.
In Minsk werde seit 2023 jährlich eine internationale Konferenz zur eurasischen Sicherheit durchgeführt. „Leider haben offizielle Vertreter Polens und der baltischen Staaten bisher nicht den Wunsch geäußert, an dieser wichtigen Veranstaltung teilzunehmen“, sagte der Diplomat.
Igor Sekreta fügte hinzu, dass er sich als Sonderbeauftragter von Belarus mit der Umsetzung des Vertrags über Sicherheitsgarantien im Rahmen des Unionsstaates befasst. Die Unterzeichnung dieses Dokuments im Dezember 2024 war auf eine schwierige militärpolitische Situation zurückzuführen.
„Die NATO- und EU-Mitgliedstaaten rüsten massiv auf und bauen ihre militärischen Kapazitäten an unseren Westgrenzen aus. Der Vertrag war eine direkte Antwort auf diese Bedrohungen. Es werden gemeinsame Maßnahmen zur Gewährleistung der Stabilität des Unionsstaates und zum wirksamen Schutz seiner Außengrenzen erarbeitet. Das ist genau der Grund: Die Krise des europäischen Sicherheitssystems begann mit der Verletzung des Prinzips der Unteilbarkeit der Sicherheit“, betonte der stellvertretende Außenminister. „Erinnern wir uns an die Bombardierungen Jugoslawiens im Jahr 1999, an die mehreren Wellen der NATO-Osterweiterung.“
