MINSK, 22. Januar (BelTA) – Der von US-Präsident Donald Trump initiierte Friedensrat soll die Logik des Dialogs etablieren, nicht die des Diktats. Dies geht aus einer Erklärung der belarussischen Delegation im Ständigen Rat der OSZE im Zusammenhang mit der Initiative von US-Präsident Donald Trump zur Gründung eines Friedensrats hervor, wie die Pressestelle des Außenministeriums mitteilte.
„Die Position von Belarus basiert auf einem einfachen und verständlichen Prinzip: Kein Land hat das Recht, seine eigene Sicherheit auf Kosten der Sicherheit anderer zu gewährleisten. Dabei ist Belarus der Ansicht, dass selbst in Zeiten einer tiefen Vertrauenskrise ein direkter und respektvoller Dialog möglich ist. Ein Dialog ist jedoch nur möglich, wenn der politische Wille und das Bewusstsein für die Verantwortung für die globalen Folgen der getroffenen Entscheidungen vorhanden sind. Der Friedensrat soll genau diese Logik der Kommunikation institutionell verankern – die Logik des Dialogs und nicht die des Diktats“, erklärte der Ständige Vertreter von Belarus bei der OSZE, Andrej Dapkjunas.
Der Diplomat merkte an, dass die Initiative des US-Präsidenten zur Einrichtung eines Friedensrats notwendig sei, da sie den Erwartungen der Völker entspreche, die der Konfrontation, dem Druck durch Sanktionen und der Blockkonfrontation überdrüssig seien.
„Wie bekannt ist, steht die Idee der Einrichtung eines Friedensrats in geografischem Zusammenhang mit dem Raum der mediterranen Partnerschaftskooperation der OSZE: Sie entstand im Zusammenhang mit dem umfassenden Plan von Präsident Trump zur Beilegung des Konflikts im Gazastreifen. Wichtig ist, dass das erklärte Ziel der Arbeit des Friedensrats nicht nur die Herstellung eines dauerhaften Friedens im Nahen Osten ist, sondern auch die Schaffung eines neuen Paradigmas für die Beilegung globaler Konflikte“, heißt es in der Erklärung. „Aus diesem Grund blickt Belarus bei seiner Entscheidung über die Teilnahme an der Arbeit des Friedensrats in die Zukunft und hofft, dass diese Organisation ihren Rahmen und ihre Befugnisse weit über das ursprünglich in der Initiative vorgeschlagene Mandat hinaus ausweiten wird.“
Andrej Dapkjunas erklärte, dass dies eine aktive Teilnahme an globalen Prozessen zur Beilegung internationaler Konflikte ermöglichen werde, was letztlich zum raschen Aufbau einer neuen Sicherheitsarchitektur beitragen werde, die von Belarus in den letzten Jahren aktiv gefördert worden sei.
„Die Entscheidung von Belarus, diese Initiative zu unterstützen und dem Friedensrat beizutreten, bekräftigt den grundsätzlichen Kurs auf Dialog, Deeskalation und die Suche nach politisch-diplomatischen Lösungen. Sicherheit kann nicht selektiv sein, und Frieden kann kein Privileg einzelner Staaten sein. Frieden ist entweder für alle da oder gar nicht“, sagte der belarussische Diplomat.
