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MINSK, 23. März (BelTA) – Der Präsident von Belarus Alexander Lukaschenko hat am 23. März den Erlass Nr. 100 „Über die Durchführung der In-vitro-Fertilisation“ signiert. Das Dokument schließt an das bestehende staatliche Förderprogramm für IVF an und sieht eine Ausweitung des Zugangs zu assistierten Reproduktionstechnologien für Frauen vor, die Mutter werden möchten. Das teilte der Pressedienst des belarussischen Staatschefs mit.
Dank dem bestehenden IVF-Programm in Belarus wurden 2.528 Kinder geboren, was dessen Effektivität und hohe Nachfrage belegt. Der Staat hat hierfür rund 28 Millionen Rubel bereitgestellt.
Der Erlass sieht zwei kostenlose IVF-Versuche anstelle eines einzigen vor. Davon können nicht nur verheiratete Frauen profitieren, sondern auch diejenigen, die nicht in einer Ehe leben. Die Gewährung von zwei Versuchen ist an mehrere Bedingungen geknüpft. Dazu gehören ein Alter der Frau von höchstens 40 Jahren sowie das Vorliegen medizinischer Indikationen bei gleichzeitigem Fehlen von Gegenanzeigen für diese Behandlung.
Falls der erste kostenlose IVF-Versuch erfolgreich war und die Schwangerschaft mit der Geburt eines Kindes endete, behält die Frau bis zur Vollendung ihres 49. Lebensjahres das Recht auf einen zweiten IVF-Zyklus auf Kosten des Staates.
Die Durchführung der IVF wird wie bisher in staatlichen Gesundheitseinrichtungen erfolgen, deren Liste vom Ministerrat festgelegt wird.
Die wesentlichen Bestimmungen des Erlasses treten drei Monate nach seiner offiziellen Veröffentlichung in Kraft.
Die Verabschiedung des Dokuments wird es ermöglichen, die staatliche soziale Unterstützung für belarussische Frauen zu erhöhen und ihnen zusätzliche Möglichkeiten im Bereich der reproduktiven Gesundheit zu bieten.
