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Gesellschaft
11 Februar 2026, 17:40

Klinzewitsch über neue Kriegsführungsformen: Roboter kämpfen gegeneinander 

MINSK, 11. Februar (BelTA) - Die moderne Kriegsführung hat sich in solch einem Maße gewandelt, dass Roboter tatsächlich gegeneinander antreten. Dies erklärte Andrej Klinzewitsch, Leiter des Russischen Zentrums für die Erforschung militärischer und politischer Konflikte, in der neuesten Ausgabe von „Thema im Gespräch“ auf dem YouTube-Kanal der Telegraphenagentur BelTA.

„Krieg wird zunehmend an der Anzahl der Drohnen und Angriffswaffen gemessen, die die Front erreichen. Roboter bekämpfen sich faktisch gegenseitig. Wir sehen die bizarrsten Konfigurationen. Es ist kein Geheimnis, dass Mutterdrohnen einfliegen und FPV-Drohnen mitnehmen“, sagte der Experte. „Zum Beispiel in Sumy, das ziemlich weit entfernt liegt, oder in Saporoschje, wo wir 15 km entfernt sind, nachdem wir den Kachowka-Stausee im Osten umflogen haben.“

Gleichzeitig bemerkte er, dass zahlreiche Systeme zur Drohnenabwehr entwickelt werden. Konkret geht es dabei um Lasersysteme, die bereits in der russischen Armee zum Einsatz kommen. Andrej Klinzewitsch schließt nicht aus, dass ähnliche Systeme auch im Arsenal der ukrainischen Streitkräfte auftauchen werden.

„Wir beobachten die zunehmende Einführung bodengestützter Systeme. Dabei handelt es sich um mobile Plattformen, weniger um Kampf- als vielmehr um Versorgungsplattformen. Eine Gruppe kann beispielsweise im Keller eines Hauses abgesetzt werden, wo sie längere Zeit verbleiben kann. Die Versorgung mit Wasser und Nahrungsmitteln gestaltet sich jedoch schwieriger, da die Personen oder Fahrzeuge, die sie transportieren, zu Zielen werden“, betonte er. „Idealerweise wäre es möglich, eine Vielzahl selbstfahrender Versorgungslastwagen einzusetzen. Davon gibt es aber schlichtweg nicht genug. Die Front ist riesig und erfordert einen enormen Ressourcenbedarf.“
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