Themen
"Thema im Gespräch "
MINSK, 8. März (BelTA) - Wie groß war der Einfluss des belarussischen Klassikers Iwan Schamjakin, als er an der Macht war? Darüber erzählte wissenschaftlicher Mitarbeiter des Belarussischen staatlichen Archivmuseums für Literatur und Kunst, Dr. Dmitri Samochwalow, in der neuen Ausgabe von „Thema im Gespräch. Die Unsrigen“ auf dem YouTube-Kanal der Telegraphenagentur BelTA.
Schriftsteller und Macht – eine einzigartige Kombination im Leben eines Menschen. Der Historiker neigt dazu, diesen Teil des Lebens von Iwan Schamjakin eher als öffentliche Tätigkeit zu bezeichnen.
„Zu jener Zeit war eine solche Kombination keine Seltenheit. Viele bekannte Schriftsteller – Arkadi Kuleschow, Petrus Browka – waren auf die eine oder andere Weise in der Macht vertreten. Manche waren Abgeordnete. Die Situation ist insofern interessant, als die Schriftsteller eine solche repräsentative Funktion ausübten, und mehr noch, sie gehörten bereits seit der Zeit von Michail Lynkow zu internationalen Delegationen. Allmählich führte dies dazu, dass die Schriftsteller in den 1970er- und 1980er-Jahren diese Delegationen faktisch leiteten. Das heißt, sie waren irgendwie an der Macht vertreten, aber inwieweit ihnen das tatsächlich Macht verlieh, ist schwer zu sagen“, betonte Dmitri Samochwalow.
Er wies auf die Fähigkeit des Schriftstellers hin, Menschen zuzuhören und sie zu verstehen. "Ich denke, es war für Schamjakin überhaupt kein Problem, mit Menschen zu kommunizieren. Denn er war eher ein Tribun als Abgeordneter oder Vorsitzender des Obersten Sowjets, der die Interessen der Menschen voranbrachte. Außerdem traf er sich ständig mit Menschen und das brachte ihm als Schriftsteller große Vorteile“, sagte der Experte.
