Ohne eine allgemein akzeptierte Zeitangabe würde jeder zu Arbeit, Schule oder Treffen erscheinen, wann es ihm beliebt. Niemand wüsste, wann er am Bahnhof oder Flughafen sein sollte. Glücklicherweise gibt es Zeit, die mit anderen Ländern der Welt synchronisiert ist. Wie wird ihre Genauigkeit in unserem Land sichergestellt? Gehen die Uhren in den Straßen der Stadt, in der U-Bahn und an den Anzeigetafeln des öffentlichen Verkehrs korrekt? Und vor allem: Gibt es Möglichkeiten für Zeitabweichungen? Die Antworten darauf finden Sie im Projekt „Geprüft!“.
Hüter des Standards
Um zu erfahren, wie die Genauigkeit von Uhren überprüft wird und nach welchem Standard sie bewertet werden, besuchten wir das Belarussische Staatliche Institut für Metrologie (BelGIM), wo die meisten nationalen Standards aufbewahrt werden.
„Der Zeitstandard speichert und überträgt die Zeiteinheit - die Sekunde. Diese bildet die Grundlage für die nationale Zeitskala von Belarus“, erklärt Juri Iwanow, stellvertretender Direktor des BelGIM und promovierter Wissenschaftler. Ein Land ohne eigene Standards kann nicht als technologisch fortgeschritten und unabhängig angesehen werden. Belarus verfügt derzeit über 70 nationale Standards, die den Bedarf unseres Industriesektors nahezu vollständig decken.
Der Zeitstandard findet seinerseits in verschiedenen Wirtschaftszweigen breite Anwendung, darunter Mobilkommunikation, Navigationssysteme, Kernenergie, Verteidigung sowie Land- und Luftverkehr.
„Es gibt kaum einen Bereich, der nicht mit Zeit zu tun hat. Das einfachste Beispiel ist der Sport“, erklärt Juri Iwanow. Zwei Läufer erreichen die Ziellinie fast gleichzeitig. Wie lässt sich der Sieger ermitteln? Mit einer Stoppuhr, die nicht die korrekte Zeit anzeigt, könnte die Goldmedaille an den falschen Athleten gehen. Daher werden alle Geräte geprüft und mit dem Standard verglichen. BelGIM hat mittlerweile eine Genauigkeit bei der Speicherung der nationalen Zeitskala erreicht, sodass eine Abweichung von einer Sekunde nur einmal alle Million Jahre auftritt.
Der nationale Standard für Zeiteinheiten – Sekunden, Frequenz – Hertz und die Zeitskala (so lautet die vollständige Bezeichnung) wurde 1995 eingeführt. Er stellt ein hochkomplexes System aus kontinuierlich arbeitenden Messinstrumenten dar. Der Standard beinhaltet eine Gruppe von Atomuhren, ein externes Vergleichssystem basierend auf Satellitennavigationssignalen sowie ein internes Vergleichssystem zur Überwachung der Leistungsfähigkeit der Atomuhren und der Umgebungsbedingungen. Dieser Standard befindet sich in einem Raum mit spezieller Temperaturregelung. Zudem sind dort Steuerungs- und Korrektureinrichtungen, Videoüberwachung, Brandbekämpfungsanlagen und unterbrechungsfreie Stromversorgungssysteme installiert. Die unterbrechungsfreie Stromversorgung wird durch einen Dieselgenerator, der vom Minsker Traktorenwerk MTZ entwickelt wurde, sichergestellt.

„Die Person, die diesen Prozess in Belarus überwacht, kann man mit Recht als Hüter der Zeit bezeichnen“, erklärt Jelena Takun, leitende Metrologieingenieurin und Forscherin am BelGIM sowie wissenschaftliche Hüterin des nationalen Standards für die Zeiteinheit (Sekunde), die Frequenz (Hertz) und die Zeitskala. „Meine Arbeit umfasst die ständige Überwachung und Berechnung aller Komponenten des Standards: von den Eigenschaften der Atomuhren bis hin zum Vergleichssystem.“
„Die genauesten Zeitinformationen sind heutzutage auf den Webseiten des Staatskomitees für Normung und des BelGIM verfügbar. Auf den Startseiten finden Sie Daten mit drei Nachkommastellen“, erklärt Juri Scherschun, Leiter der Abteilung für radioelektronische Messungen am BelGIM.
Im Internet erfolgt die Übertragung der präzisen Zeit von den Referenzservern über eine dedizierte Leitung. Mehr als 30 belarussische Organisationen nutzen diesen Dienst, darunter das Bankverarbeitungszentrum und alle Telekommunikationsanbieter, einschließlich Beltelecom. Auch Foto- und Videoaufzeichnungssysteme werden regelmäßig auf ihre Übereinstimmung mit dem nationalen Zeitstandard überprüft. Gesprächspartner erklären, dass die zulässige Abweichung vom Referenzstandard eine Sekunde beträgt. Diese entsteht durch die Signallaufzeit entlang der Kommunikationsleitungen zum Display oder Zifferblatt.

„Wir haben keine Vorschriften, die vorschreiben, dass alle Chronometer mit einem Referenzstandard synchronisiert werden müssen“, erklärt Jelena Takun. „Manche Uhren lassen sich ohne mechanische Justierung nicht synchronisieren. Aber jeder Belarusse hat jederzeit präzise Zeitinformationen zur Hand.“ Diese werden auf dem Smartphone-Bildschirm angezeigt - alle Anbieter synchronisieren die Zeit direkt mit dem nationalen Standard.
Hüter des Standards
Um zu erfahren, wie die Genauigkeit von Uhren überprüft wird und nach welchem Standard sie bewertet werden, besuchten wir das Belarussische Staatliche Institut für Metrologie (BelGIM), wo die meisten nationalen Standards aufbewahrt werden.
„Der Zeitstandard speichert und überträgt die Zeiteinheit - die Sekunde. Diese bildet die Grundlage für die nationale Zeitskala von Belarus“, erklärt Juri Iwanow, stellvertretender Direktor des BelGIM und promovierter Wissenschaftler. Ein Land ohne eigene Standards kann nicht als technologisch fortgeschritten und unabhängig angesehen werden. Belarus verfügt derzeit über 70 nationale Standards, die den Bedarf unseres Industriesektors nahezu vollständig decken.
Juri Iwanow
„Es gibt kaum einen Bereich, der nicht mit Zeit zu tun hat. Das einfachste Beispiel ist der Sport“, erklärt Juri Iwanow. Zwei Läufer erreichen die Ziellinie fast gleichzeitig. Wie lässt sich der Sieger ermitteln? Mit einer Stoppuhr, die nicht die korrekte Zeit anzeigt, könnte die Goldmedaille an den falschen Athleten gehen. Daher werden alle Geräte geprüft und mit dem Standard verglichen. BelGIM hat mittlerweile eine Genauigkeit bei der Speicherung der nationalen Zeitskala erreicht, sodass eine Abweichung von einer Sekunde nur einmal alle Million Jahre auftritt.
Der nationale Standard für Zeiteinheiten – Sekunden, Frequenz – Hertz und die Zeitskala (so lautet die vollständige Bezeichnung) wurde 1995 eingeführt. Er stellt ein hochkomplexes System aus kontinuierlich arbeitenden Messinstrumenten dar. Der Standard beinhaltet eine Gruppe von Atomuhren, ein externes Vergleichssystem basierend auf Satellitennavigationssignalen sowie ein internes Vergleichssystem zur Überwachung der Leistungsfähigkeit der Atomuhren und der Umgebungsbedingungen. Dieser Standard befindet sich in einem Raum mit spezieller Temperaturregelung. Zudem sind dort Steuerungs- und Korrektureinrichtungen, Videoüberwachung, Brandbekämpfungsanlagen und unterbrechungsfreie Stromversorgungssysteme installiert. Die unterbrechungsfreie Stromversorgung wird durch einen Dieselgenerator, der vom Minsker Traktorenwerk MTZ entwickelt wurde, sichergestellt.

Jelena Takun
Die Daten des belarussischen Zeitstandards werden, ebenso wie die Informationen aus Russland, China, den USA und anderen Ländern, kontinuierlich an das Internationale Büro für Maß und Gewicht in Paris übermittelt. Dort werden die Informationen aus allen Ländern und Zeitzonen verarbeitet, was zur Entstehung der UTC-Skala (Koordinierte Weltzeit) führt.
„Die Person, die diesen Prozess in Belarus überwacht, kann man mit Recht als Hüter der Zeit bezeichnen“, erklärt Jelena Takun, leitende Metrologieingenieurin und Forscherin am BelGIM sowie wissenschaftliche Hüterin des nationalen Standards für die Zeiteinheit (Sekunde), die Frequenz (Hertz) und die Zeitskala. „Meine Arbeit umfasst die ständige Überwachung und Berechnung aller Komponenten des Standards: von den Eigenschaften der Atomuhren bis hin zum Vergleichssystem.“
„Die genauesten Zeitinformationen sind heutzutage auf den Webseiten des Staatskomitees für Normung und des BelGIM verfügbar. Auf den Startseiten finden Sie Daten mit drei Nachkommastellen“, erklärt Juri Scherschun, Leiter der Abteilung für radioelektronische Messungen am BelGIM.
Im Internet erfolgt die Übertragung der präzisen Zeit von den Referenzservern über eine dedizierte Leitung. Mehr als 30 belarussische Organisationen nutzen diesen Dienst, darunter das Bankverarbeitungszentrum und alle Telekommunikationsanbieter, einschließlich Beltelecom. Auch Foto- und Videoaufzeichnungssysteme werden regelmäßig auf ihre Übereinstimmung mit dem nationalen Zeitstandard überprüft. Gesprächspartner erklären, dass die zulässige Abweichung vom Referenzstandard eine Sekunde beträgt. Diese entsteht durch die Signallaufzeit entlang der Kommunikationsleitungen zum Display oder Zifferblatt.

Juri Scherschun
Die Uhren am Hauptpostamt, am Turm neben dem Minsker Hauptbahnhof und an Gebäuden in der Hauptstadt hingegen sind mechanisch und nicht mit dem Referenzstandard synchronisiert.
„Wir haben keine Vorschriften, die vorschreiben, dass alle Chronometer mit einem Referenzstandard synchronisiert werden müssen“, erklärt Jelena Takun. „Manche Uhren lassen sich ohne mechanische Justierung nicht synchronisieren. Aber jeder Belarusse hat jederzeit präzise Zeitinformationen zur Hand.“ Diese werden auf dem Smartphone-Bildschirm angezeigt - alle Anbieter synchronisieren die Zeit direkt mit dem nationalen Standard.
Zaubertricks der Uhrzeiger
Also hat jeder Belarusse ein Mittel in der Tasche liegen, um alle Uhrwerke mit dem Referenzstandard zu vergleichen. Nachdem wir die Daten auf dem Bildschirm unseres Smartphones mit der Uhr im Raum, in dem die Referenz gespeichert ist, abgeglichen haben, gehen wir durch die Straßen der Hauptstadt, um nach der genauen Zeit zu suchen.
Der erste Punkt unseres Rundgangs ist das Pförtnerhaus der Atlant AG. Dort befindet sich eine elektronische Anzeigetafel, die die Werktätigen der Kühlschrankfabrik Atlant jeden Tag sehen. Die Zeit stimmt mit der Referenzzeit auf eine Minute überein, die Sekunden werden hier nicht angezeigt.
Die Mitarbeiter der Atlant AG können leicht sicherstellen, dass sie pünktlich zur Arbeit kommen. Es genügt, auf die Uhr über dem Pförtnerhaus zu schauen.
Die nächste Station ist der Prospekt der Unabhängigkeit, wo das Hochhaus der OAO „Minsker Uhrenwerk“ steht, das von einem riesigen Uhrwerk gekrönt ist. Unsere Messungen zeigen, dass die Uhr dort heute absolut genau geht und bis auf eine Minute mit dem Standard übereinstimmt. Wenn wir den Blick vom Turm der „Luch“-Fabrik abwenden, machen wir eine erstaunliche Entdeckung für uns selbst: Es ist viel bequemer, die Zeit auf der Armbanduhr, dem Fitnessarmband oder dem Smartphone zu sehen, als den Kopf gen Wolken zu heben. Es äußerst unpraktisch, und der Hals wird schnell steif. Kaum jemand wird sich heute nach einer Stadtuhr umschauen, um zu erfahren, wie spät es ist.
Aber wir setzen das Experiment fort und bewegen uns in das Stadtzentrum, zum Bahnhofsplatz, wo an einem der Türme des „Minsker Tores“ die größte Uhr des Landes die Zeit misst. Ihr Zifferblatt hat einen Durchmesser von 3,5 Metern. Die Stadtführer behaupten, diese Uhr sei hundert Jahre alt – egal, sie zeigt die Zeit genau auf die Minute an.
Es gelang uns nicht, die Uhr am Gebäude des Minsker Postamts der Nucht-Genauigkeit zu überführen. Die Uhr hat keine Sekundenzeiger, geht aber äußerst pünktlich. Jemand wird lächeln: Sind in Minsk alle Uhren so pedantisch? Nein. Die Skeleton-Uhr an der Straßenkreuzung Komsomolskaja-Revolutionnaja hat uns überrascht. Das Smartphone zeigte 17:40 Uhr an, während die Skeleton-Uhr 18:00 Uhr auf dem Zifferblatt hatte. Zuerst dachten wir, dass es sich um eine solche skulpturale Komposition mit angehaltener Zeit handelte, aber dann erinnerte sich der Fotograf daran, dass sich die Zeiger im Sommer zu bewegen schienen. Deshalb haben wir Organisation gefunden, die diese Uhr bedient. Uns wurde erklärt, dass der Skeleton-Mechanismus nur bei Plus-Temperatur richtig funktioniert. Bei -10 ° C nicht.
Die einzige Uhr, die wir am Tag unseres Experimentes geprüft haben, ging nicht. Ihr Mechanismus funktioniert bei niedrigen Temperaturen.
Im Großen und Ganzen haben die Stadtuhren heute ihre praktische Bedeutung beinahe verloren. Gleichzeitig sind sie die architektonischen Sehenswürdigkeiten der Stadt, die Visitenkarten der Hauptstadt. Mit jeder Uhr ist eine eigene erstaunliche Geschichte verbunden. Zum Beispiel sind die Uhrmechanismen auf dem Bahnhofsplatz und neben dem Felix-Dserschinski-Denkmal richtige Trophäen, sie sind mindestens 100 Jahre alt.
Die Uhr am Minsker Rathaus – die einzige musikalische in der Hauptstadt – spielt jede Stunde eine Melodie, die von einem legendären Komponisten geschrieben wurde. Das Zeitmessgerät im Prospekt Partisanski 106 hat mehrfach sein Erscheinungsbild verändert. Ursprünglich war diese Uhr mechanisch, dann elektronisch, und im Sommer 2024 erhielt sie wieder das klassische Zifferblatt mit römischen Ziffern…
Haltestellen gehen ins Digitale
Wir stiegen in die Minsker U-Bahn hinab, und der Marathon der Genauigkeit wurde fortgesetzt. Die Zeit auf der Anzeigetafel am Tunneleingang stimmte sekundengenau mit der Referenzzeit überein. Wir wiederholten die Messungen im Abstand von fünf Minuten, aber nichts änderte sich. Nach der elektronischen Anzeige in der Metro kann man getrost seine mechanische Armbanduhr stellen. Eine ideal genaue Zeit wird auf dem riesigen Bildschirm mit dem Fahrplan am Bahnhof „Minsk-Passaschyrski“ angezeigt.
Das gleiche Ergebnis erwartete uns auch an der Haltestelle des öffentlichen Verkehrs, wo wir auf der elektronischen Anzeigetafel erneut eine sekundengenaue Übereinstimmung der Zeit feststellten.
Vielleicht irrt die Anzeigetafel bei der Vorhersage der Ankunftszeit des von uns benötigten Verkehrsmittels? Doch sowohl die Busse als auch die Oberleitungsbusse kamen in genauer Übereinstimmung mit den auf dem Bildschirm angezeigten Informationen an. Deren Fahrer und die Fahrgäste an der Haltestelle betrachteten verwundert die Gruppe von Sonderlingen, die versuchten, einen Haken zu finden.
Die Zeit an den Haltestellen des öffentlichen Verkehrs stimmt sekundengenau mit der Referenzzeit überein.
Wie man im Unternehmen „Minsktrans“ berichtete, begann man in der Hauptstadt 2012 mit der Installation von Informationstafeln. Seitdem gibt es etwa 530 solcher Geräte. Eine weitere Erweiterung des Netzes dieser längst gewohnten Einrichtungen ist jedoch nicht geplant. Die Verkehrsbetriebe gehen heute den Weg der Digitalisierung und optimieren teure Prozesse.
„Die elektronischen Anzeigetafeln sind, wie der gesamte städtische Personenverkehr, Teil eines automatisierten Disponentenleitsystems auf Basis von Satellitennavigation. Sie zeigen die voraussichtliche Ankunftszeit in Bezug auf den Fahrplan an. In jedem Fahrzeug ist ein GPS-Sensor installiert, der in Echtzeit Daten über dessen Standort an einen Server übermittelt. Danach werden die Informationen über die Ankunft des Verkehrsmittels an der Haltestelle automatisch berechnet und auf der elektronischen Anzeigetafel dargestellt“, so im Unternehmen „Minsktrans“.
Heute stehen den Fahrgästen Dienste zur Verfügung, die es ermöglichen, Informationen zu erhalten, die denen an den Haltestellen entsprechen. So funktioniert auf der offiziellen Website von „Minsktrans“ der Dienst „Virtuelle Anzeigetafel“. Mit seiner Hilfe kann man den Standort des städtischen Oberflächenverkehrs von Computern und Smartphones aus in Echtzeit verfolgen. Um Informationen über die verbleibende Zeit bis zur Ankunft eines bestimmten Busses an einer Haltestelle zu erhalten, kann man den Dienst per Mobiltelefon mittels USSD-Anfrage nutzen oder mit dem Mobiltelefon ein Informationsschild mit QR-Code scannen.
Ein Teil der komplexen Ausrüstung in dem Raum, in dem das belarussische Zeitnormal aufbewahrt wird
„Um den Fahrgästen mehr Komfort zu bieten, wurde im vergangenen Jahr als weitere Alternative zu den Anzeigetafeln ein kostenloser Informationsdienst über die Ankunft von Verkehrsmitteln an Haltestellen unter der Kurzwahlnummer 488 eingerichtet“, heißt es bei Verkehrsbetrieb „Minsktrans“. „Anrufe sind über alle Mobilfunkbetreiber möglich. Wenn Sie die Nummer wählen und dem Sprachassistenten den Code der Haltestelle (mündlich oder durch Eingabe der Zahlen) mitteilen, erhalten Sie in Echtzeit Sprachinformationen über die Ankunftszeiten von Bussen, Oberleitungsbussen und Straßenbahnen. Der fünfstellige Code der Haltestelle befindet sich auf der Informationstafel mit dem Fahrplan neben dem QR-Code in der Zeile für USSD-Anfragen.
Sekunde für Sekunde
Doch wer überwacht eigentlich die Genauigkeit der städtischen Uhren in der Hauptstadt? Im Exekutivkomitee der Stadt Minsk teilte man mit, dass es in ihrer Struktur keine spezielle Abteilung für diese Aufgabe gibt. Allerdings betreut das für Stadtbeleuchtung verantwortliches Unternehmen „Minskgorswet“ eine ganze Reihe von Uhren in Minsk. Dazu gehören auch die Uhr mit dreiseitigem Zifferblatt an der Kreuzung der Komsomolskaja-Straße und des Prospekts der Unabhängigkeit sowie die doppelseitige Uhr in der Nähe des Musiktheaters, auf deren einem Zifferblatt die Minsker Zeit und auf dem anderen die Zeit der japanischen Partnerstadt Sendai angezeigt wird.
„Die Uhren sind in den meisten Fällen einer bestimmten Organisation zugeordnet. So gehören beispielsweise die Uhren am Gebäude des Werks „Luch“ diesem Unternehmen und die Uhren am Bahnhofplatz – der Belarussischen Eisenbahn“, erzählt Oleg Gluschenkow, Leiter des Einsatz- und Dispatcherdienstes von „Mingorswet“. „Es gibt kein Unternehmen in Minsk, das diese Angelegenheit zentral regelt. Unser einziger Spezialist, der sich um die Wartung – Anschluss, Reparatur, Austausch von Elementen – kümmert, ist nur für die Uhren verantwortlich, die bei uns in Betrieb sind. Wenn wir jedoch irgendwo in der Stadt bemerken, dass „fremde” Uhren nicht richtig funktionieren, setzen wir uns natürlich mit dem Eigentümer in Verbindung und informieren ihn darüber. Wir tun dies auf freiwilliger Basis.
So werden medizinische und sportliche Stoppuhren in Belarus kalibriert
Es scheint, dass die Ganggenauigkeit von Uhren in Belarus die Arbeit vieler Fachleute und Organisationen ist. Außerdem ist dies neben der Sauberkeit unserer Straßen ein Trend.
Der Referenzzeitstandard für Belarus wird im Belarussischen Staatlichen Institut für Metrologie aufbewahrt. Seine Daten werden allen interessierten Organisationen zur Verfügung gestellt. Um zu erfahren, wie spät es ist, reicht es aus, auf den Bildschirm Ihres Smartphones zu schauen. Dort wird die mit dem Referenzstandard synchronisierte Information mit einer Genauigkeit von einer Sekunde angezeigt. Anhand der „mobilen” Zeit können Sie Ihre mechanischen oder Quarzuhren manuell einstellen. Vergessen Sie dabei nicht, dass es kaum möglich ist, die Zeit auf analogen Geräten manuell absolut korrekt einzustellen. Eine Überprüfung in der Hauptstadt zeigte: Nahezu alle getesteten öffentlichen Uhren wichen höchstens um eine Minute ab, wobei nicht alle eine Sekundenanzeige besitzen. Der städtische Landverkehr fährt nach Fahrplan, und die Ankunftszeiten können sowohl über elektronische Anzeigetafeln an den Haltestellen als auch über spezielle Informationsdienste abgerufen werden.
Anders gesagt: Es gibt eine belarussische Zeit, und sie ist genau. Geprüft!
