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15 Februar 2026, 19:33

„Wir waren gekommen, nicht um zu erobern, zu plündern oder zu töten“:  Ein Veteran aus Gomel über die Mission in Afghanistan

GOMEL, 15. Februar (BelTA) – Seine Meinung über die Hauptmission der sowjetischen Truppen in Afghanistan teilte der ehemalige Soldat-Internationalist Anatoli Wdowenko bei einer Kundgebung anlässlich des 37. Jahrestags des Abzugs der sowjetischen Truppen aus Afghanistan in Gomel mit.

In Gomel fanden heute mehrere Veranstaltungen statt, die der internationalen Militärpflicht in Afghanistan und dem Abzug sowjetischer Truppen gewidmet sind. Seit morgen früh kamen die Stadtbürger zur Kapelle zu Ehren des heiligen Alexander Newski. Die Gedenkfeier für die gefallenen Soldaten fand in der Kirche zu Ehren der Ikone der Gottesmutter „Iwerskaja“ statt. 

Die Kundgebung an der Gedenkstätte für internationalistische Kämpfer versammelte Hunderte von Menschen verschiedener Generationen. Sie sind gekommen, um den Menschen Respekt zu zollen, die ihre Pflicht mutig, heldenhaft und tapfer erfüllt haben.
Anatoli Wdowenko wurde 1986 in die Sondereinheit der Grenztruppen einberufen. Er hat zwei Jahre und zwei Wochen in Afghanistan gedient. „Heute ist ein Gedenktag nicht nur für diejenigen, die in Afghanistan gedient haben, sondern auch für Soldaten, die in anderen Ländern militärische und besondere Aufgaben erfüllten. Wir haben unsere Aufgaben auch im Interesse unseres riesigen Landes erfüllt. Wir waren nach Afghanistan gekommen, nicht um zu erobern, zu plündern oder zu töten. Wir waren gekommen, um dem freundlichen afghanischen Volk zu helfen. Dort herrschten Banditentum, Terrorismus und Drogenhandel. Schon damals starben Tausende und Abertausende junge Menschen auf der ganzen Welt an Drogen. Es war eine unserer Aufgaben, all das zu unterbinden. Hätten wir uns damals nicht eingemischt, wären die Folgen heute katastrophal“, betonte Anatoli Wdowenko. 

Zusammen mit seinen Kampfkameraden führte Anatoli eine Schutzmission aus. „In Afghanistan haben wir Häuser, Schulen, Krankenhäuser, Werke, Fabriken gebaut und ihre Spezialisten bewacht. Ich denke, dass wir unsere Aufgabe mit Ehre und Würde erfüllt haben“, sagte er. 

Afghanistan war auch wie der Große Vaterländische Krieg eine tragische Seite der Geschichte. „Das darf man nicht vergessen, es ist wichtig, diese Zweitperiode in Erinnerung zu behalten. Wir müssen der heranwachsenden Generation darüber erzählen, damit sie ähnliche Entwicklungen in Belarus niemals zulassen. Wir verdanken unserem Staatschef und Oberbefehlshaber der Armee, dass wir heute in Frieden leben können. Wir treten in die Fusstapfen unserer Großväter und erhalten die Aufgabe, junge Menschen zu wahren Patrioten des Landes zu erziehen. Ich denke, dass wir es mit Ehre und Würde tragen werden“, versicherte er.

Der internationalistische Kämpfer tut auch viel für die Jugenderziehung: Er trifft sich mit Schülern aller Altersstufen. Außerdem kennt sein Enthusiasmus keine Grenzen. In seiner Garage richtete er ein Museum ein, das thematisch dem Krieg in Afghanistan gewidmet ist. 
Der Vorsitzende der regionalen Organisation der Belarussischen Union der Veteranen des Afghanistan-Krieges, Michail Schukewitsch, sprach vor seinen Kameraden. Er kam mit 18 Jahren nach Afghanistan und geriet sofort in die Abteilung, die Minen entschärfte. Er wurde verwundet und erhielt hohe Auszeichnungen.

Am 15. Februar 1989 verließ der letzte sowjetische Soldat die Brücke der Freundschaft, die die UdSSR und Afghanistan verband. Damit endete der Abzug des sowjetischen Kontingents aus dem Land, in dem der Krieg über 9 Jahre dauerte.
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