Foto: RBKA
MINSK, 26. Januar (BelTA) – Sergej Solotoi, Direktor des Unternehmens „Geoinformationssysteme“ der Nationalen Akademie der Wissenschaften (NAN) von Belarus, erzählte im BELTA-Projekt „Das Land spricht“, an welchen Raumfahrtfragen die Wissenschaftler der NAN arbeiten.
Derzeit gehe es nicht mehr um einzelne Satelliten, sondern um Satellitengruppierungen, betonte Sergej Solotoi. „Auf der Grundlage des Belarussischen Raumfluggeräts (BKA) und den russischen „Kanopus“-Satelliten wurde eine einheitliche russisch-belarussische Orbitalgruppe geschaffen, die bis heute effektiv arbeitet. Die Anzahl der Satelliten dort beträgt 5 Geräte. Wir empfangen Informationen von der Gruppierung und lösen Aufgaben der Datenverfeinerung. Meteorologische Satelliten bieten eine Auflösung von 1 km, BKA 2 m“, berichtete er.
Derzeit wird ein neues russisch-belarussisches Raumfahrzeug mit einer Auflösung von 0,35 m entworfen. Sein Start ist für das Jahr 2028 geplant. „In diesem Jahr liefert „Peleng“ das Muster des Teleskops. Mit „Roskosmos“ wird die Erweiterung der Raumfahrzeuggruppe besprochen. Denn um täglich Informationen in unseren Breitengraden zu erhalten, werden 3-4 Geräte benötigt. Diese Frage wird derzeit erörtert“, machte der Direktor aufmerksam.
Die Fragen der bemannten Raumfahrt hingegen sind vorerst zurückgestellt. „Die Vorbereitung eines Kosmonauten und sein Start sind ein sehr teures Vergnügen. Russland konzentriert sich auf den Aufbau seiner eigenen Orbitalstation ROS. Im Rahmen des Projekts werden neue Technologien für Überlebensfähigkeit und automatischen Betrieb ohne Kosmonauten entwickelt. Die ISS kann ohne Besatzung nicht arbeiten. Das ROS-Projekt sieht ein autonomes System vor, das mit Kosmonauten oder automatisch arbeitet. Dies ist ein neues, viel diskutiertes Projekt mit aktiver Beteiligung belarussischer Organisationen“, berichtete Sergej Solotoi.
