OSTROWEZ, 25. März (BelTA) – Das Projekt des belarussischen Kernkraftwerks war der Schlüssel für die nachhaltige Entwicklung der Energiewirtschaft und die Stärkung der Energiesicherheit von Belarus. Dies teilte Energieminister Denis Moros mit.
Im Rahmen des runden Tisches „Partnerschaft im Interesse der Umsetzung der regionalen Strategie für nachhaltige Entwicklung des Gebiets Grodno“ mit Beteiligung des nationalen Koordinators für die Erreichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung, Finanzminister von Belarus Wladislaw Tatarinowitsch, und Vertretern der UN-Organisationen in der Republik Belarus wies Denis Moros darauf hin, dass der Energiewirtschaft die Schlüsselaufgabe zukomme, eine zuverlässige und erschwingliche Energieversorgung zu gewährleisten. Heute gehört Belarus zu den Ländern, in denen 100 Prozent der Bevölkerung Zugang zu Elektrizität haben.
„Die Erreichung der SDGs ist eine wichtige Priorität für den Energiesektor des Landes. Die Organisationen der Branche führen umfassend Maßnahmen zur Modernisierung der Stromnetzinfrastruktur, zur Einführung energieeffizienter Technologien, zur Automatisierung und Digitalisierung der Produktionsprozesse durch“, sagte er.
Nach den Worten des Ministers war das gemeinsam mit der Staatlichen Korporation Rosatom umgesetzte Projekt zum Bau des belarussischen Kernkraftwerks der Schlüssel für die nachhaltige Entwicklung der Energiewirtschaft und die Stärkung der Energiesicherheit des Landes. Denis Moros betonte, dass während der Umsetzung des Projekts besonderes Augenmerk auf die Sicherheit im Betrieb gelegt wurde, was im Rahmen zahlreicher Missionen der IAEO mehrfach bestätigt worden sei.
„Heute hat das Kernkraftwerk bereits mehr als 58 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugt, was es uns ermöglicht hat, etwa 16 Milliarden Kubikmeter Erdgas zu substituieren. Sein Anteil an der gesamten Stromerzeugung des Landes beträgt etwa 40 Prozent“, stellte Denis Moros fest. „Der Beitrag von Belarus zur globalen Umweltagenda besteht jedoch darin, dass wir durch das Kernkraftwerk jährlich die Kohlendioxidemissionen um 7 Millionen Tonnen reduzieren. Das ist ein enormer Beitrag unseres Landes zur grünen Agenda.“
Der Energieminister betonte, dass das Kernkraftwerk nicht nur ein Energieprojekt sei – seine Inbetriebnahme habe auch angrenzende Branchen verändert. „In erster Linie hat sich die Möglichkeit eröffnet, elektrische Energie für Heizung und Warmwasserversorgung zu nutzen. Vor dem Bau dieses Objekts gab es diese Möglichkeit in unserem Land nicht“, sagte Denis Moros. „Von 2021 bis 2025 wurden im Land mehr als 2,2 Millionen Quadratmeter Wohnraum gebaut, der elektrische Energie für Heizung und Warmwasserversorgung nutzt.“
„Es gibt auch ein umfangreiches Programm zur Umstellung von Wohnraum auf die Nutzung elektrischer Energie für Heizzwecke. Bisher wurden in unserem Land mehr als 160.000 technische Anschlussbedingungen für private Haushalte zur Nutzung elektrischer Energie für diese Zwecke ausgegeben. Das bedeutet, dass 160.000 Häuser aufgehört haben, Holz, Kohle, Torf oder Erdgas zu nutzen, und stattdessen elektrische Energie als bequemste und kostengünstigste Möglichkeit zur Beheizung ihrer Wohnungen und zur Sicherstellung eines komfortablen Wohnens verwenden“, so der Energieminister.
Dank der Entstehung einer zuverlässigen und stabilen Stromquelle in Belarus entwickelt sich die Elektromobilität rasant: „Wir erleben einen explosionsartigen Anstieg der Zahl von Elektroautos in unserem Land – mehr als eine Verdoppelung im vergangenen Jahr. Heute sind mehr als 50.000 Elektroautos auf unseren Straßen unterwegs. Das führt sowohl zu einem erhöhten Stromverbrauch als auch zu einer Verringerung der Umweltbelastung.“
Ostrowez, das längst zur Visitenkarte der belarussischen Kernenergiebranche geworden ist, ist ein gutes Beispiel für den Beitrag des Kernkraftwerks zur regionalen Entwicklung. Vor Baubeginn des Kernkraftwerks lebten dort etwas mehr als 8.000 Menschen. Heute übersteigt die Einwohnerzahl 15.000. Es ist eine komfortable, moderne Stadt mit entwickelter Infrastruktur und allen notwendigen Voraussetzungen für ein lebenswertes Umfeld, auch für junge Familien.
