MINSK, 20. März (BelTA) - Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko hat heute den Bericht „Über die Durchführung der In-vitro-Fertilisation“ entgegengenommen. Dabei äußerte er sich zur moralisch-ethischen Dimension des Verfahrens selbst.
„Was sind das für moralisch-ethische Prinzipien? Von wem kommen sie? Eine Frau möchte ein Kind haben. Das ist heilig. Wenn sie es auf natürlichem Weg nicht schafft, was zum Teil auch an den Männern liegt, so soll ihr auf jede erdenkliche Weise geholfen werden“, betonte das Staatsoberhaupt.
In diesem Zusammenhang erinnerte Alexander Lukaschenko an den Fall Alla Pugatschowa, russische Pop-Sängerin, die dank moderner Reproduktionstechnologien Mutter von zwei Kindern wurde. „Sie wurde von allen Seiten gescholten – angefangen von der Kirche. Und ich aber sage: Was für eine mutige Frau. Sie hat wunderbare Kinder zur Welt gebracht, so sagt man. Das ist die Hauptsache. Die Frau soll Kinder gebären, auf welche Art auch immer, aber es sollen gute Kinder sein. Und hier müssen die Mediziner helfen.“
Ein Aspekt, der bei der Vorbereitung des Erlassentwurfs erörtert wurde, betrifft die kostenlose künstliche Befruchtung, wobei die Frau ihre eigenen Embryonen nutzen darf, die in privaten Zentren aufbewahrt werden. „Wir müssen den Frauen diese Möglichkeit geben“, sagte der Präsident.
Das Staatsoberhaupt ist der Ansicht, dass keine zusätzlichen Einschränkungen für Frauen geschaffen werden sollten – auch nicht in Bezug auf die Nutzung von Embryonen. Entscheidend sei das erfolgreiche Ergebnis des IVF-Verfahrens und die Geburt eines gesunden Kindes. Wo die Embryonen aufbewahrt wurden (Medizinisches Zentrum in Belarus oder im Ausland, staatlich oder privat), sei dagegen von grundsätzlich keiner Bedeutung.
