MINSK, 23. Dezember (BelTA) – Der Umgang mit KI erfordert einen richtigen Kontext und Qualitätsfragen. Diese Meinung äußerte Minister für Kommunikation und Informatisierung, Kyrill Saleski, auf dem 12. Forum für junge Journalisten.
„Künstliche Intelligenz ist weder gut noch schlecht. Das ist der Zeitstrom, mit dem man schwimmen muss. Die KI ist optional so vorprogrammiert, sie Ihnen immer eine Antwort gibt. Wenn KI etwas nicht genau weiß, generiert sie die nächsten statistischen Varianten und kann den Fragesteller auf eine andere Spur bringen. Deshalb entscheidet der richtige Kontext viel. Je „besser“ wir eine Frage formulieren, desto „genauer“ wird die KI die Antwort gestalten“, sagte Kyrill Saleski.
Junge Menschen vertrauen heute oft den modernen Technologien, ohne die Fakten zu überprüfen, und sie wissen nicht einmal, auf welche Fallen sie dabei stolpern können. Das ist für einen Journalisten um so mehr wichtiger, da er für das im öffentlichen Raum Gesagte oder Geschriebene Verantwortung trägt. Der beeinflusst schließlich die öffentliche Meinung.
Den KI-Systemen liegen mathematische bzw. digitale Elemente zugrunde. Die Künstliche Intelligenz formuliert die Antwort nicht sinngemäß, sondern sucht rein mathematisch nach dem ersten besten Ausdruck, der dem vorigen am nächsten ist. Jede Anfrage an KI wird auf Token zerlegt. Das kann ein Wort sein, aber auch eine Silbe oder ein Buchstabe. Dabei wird jedes Token aus der statistischen Wahrscheinlichkeit ausgewählt, die aufgrund einer Analyse aller möglichen Informationen im Internet entsteht. Deshalb gibt künstliche Intelligenz in regelmäßigen Abständen „Halluzinationen“ aus - überzeugende Informationen, die tatsächlich falsch sind.“
„Oft wird gefragt, ob die KI den Menschen ersetzen wird. Ich als Vertreter meiner Generation glaube nicht daran, weil nur eine echte Person Entscheidungen treffen muss. Was die zukünftige Generation dazu sagt, weiß ich nicht. Vielleicht wird die neue Generation angesichts der Tatsache, dass künstliche Intelligenz in einigen Bereichen genauer als der Mensch sein kann, eine interne öffentliche Einigung in dieser Frage erreichen“, betonte Kyrill Saleski.
