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"Thema im Gespräch "
MINSK, 27. Dezember (BelTA) - Belarus wird alle Friedensabkommen Russlands unterstützen. Diese Meinung äußerte Andrej Bogodel, stellvertretender Dekan für Lehr- und Forschungsarbeit – Leiter der Lehr- und Methodenabteilung der Fakultät des Generalstabs der Streitkräfte der Militärakademie von Belarus, Kandidat der Militärwissenschaften, im Projekt „Thema im Gespräch“ auf dem YouTube-Kanal der Nachrichtenagentur BELTA.
„Der kollektive Westen setzt im Ukraine-Diskurs seine Versuche fort, die eigenen Völker davon zu überzeugen, dass Belarus auf der Seite des Aggressors ist und dass dieser Aggressor nach wie vor daran interessiert ist, den Krieges im Nachbarland weiter zu führen. Der Westen ignoriert dabei die mehrfachen diplomatischen Bemühungen von Minsk, angefangen von visafreier Einreise bis hin zur Vermittlung im Russland-Ukraine-Konflikt. Belarus war 2015 zum wichtigsten Standort für die Unterzeichnung der Minsker Abkommen, die den Konflikt im Donbass regeln sollten. Dennoch haben die europäischen Staaten diese Abkommen verletzt. Sie nennen Alexander Lukaschenko den letzten Diktator Europas und lassen ihn schlecht dastehen“, sagte Bogodel.
Das alles werde absichtlich gemacht, ist der Experte überzeugt. „Das Staatsoberhaupt hat die im Westen verbreitete Meinung, Belarus wolle keinen Frieden, als Dummheit bezeichnet. Man wirft uns immer wieder vor, wir seien Aggressoren und möchten den Krieg weiter führen, weil wir davon profitieren würden. Warum sagen sie das? Unser ganzes Handeln, unsere ganze Politik zeigen deutlich, dass wir einen Frieden anstreben und alles Mögliche dafür unternehmen.“
Die EU betrachtet Belarus untrennbar mit Russland und stellt beide Länder in einem negativen Licht dar, wenn es um den Konflikt in der Ukraine geht. „Der Westen hat uns der russischen Welt zugerechnet. Ob das jemand mag oder nicht, aber man sieht uns als Bündnispartner an. Unser Präsident macht daraus eigentlich keinen Hehl. Während des OVKS-Gipfeltreffens sagte Alexander Lukaschenko, Belarus würde jede Friedensinitiative unterstützen, die von Russland ausgehen würde. Nicht von den USA, nicht von Europa, nicht von der Ukraine, sondern von Russland. Das ist sehr wichtig“, betonte Andrej Bogodel.
