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"Thema im Gespräch "
MINSK, 27. Dezember (BelTA) – Die USA sind zwar nicht mehr die Supermacht, aber ihre Ambitionen haben sie immer noch. Das sagte Militärexperte Andrej Bogodel in der neuen Ausgabe von „Thema im Gespräch“ auf dem YouTube-Kanal der Telegraphenagentur BelTA.
Bogodel erzählte im neuen Video, was die Trumps Administration anstrebt und welches Dokument die US-Entwicklungsstrategie bestimmen wird.
Die nationale US-Sicherheitsstrategie sei ein Dokument, das seit 1986 jährlich verabschiedet werde, erzählte der Experte. „Es hieß immer, jede neue Administration soll diese Strategie in Form eines Berichts dem Kongress vorlegen. Dieses Dokument ist verbindlich. Es bestimmt außenpolitische und militärpolitische Aktivitäten im Staat. Dies ist ein Rahmendokument, das die Zielvorgaben definiert. Und diese Zielvorgaben dienen der weiteren Anpassung neuer Dokumente und Strategien“, erklärte Andrej Bogodel.
In Anlehnung an dieses Dokument werden Aufgaben und Maßnahmen für jede Stelle definiert, es werden zuständige Behörden festgelegt.
„In naher Zukunft sollte es eine nationale US-Verteidigungsstrategie geben, die im Verteidigungsministerium oder im Kriegsministerium entwickelt werden muss“, sagte der Experte. „Dann wird eine nationale Militärstrategie angenommen. Neben dieser Strategie wird es wahrscheinlich noch einen Bericht geben, in dem die nukleare Politik des Staates beschrieben wird. Und wir werden deutlich sehen, wohin sich die Trump-Regierung im Bereich strategische Atomwaffen bewegt. Weitere Dokumente, die verabschiedet werden sind Dokumente über den Krieg im Weltraum, im Cyberspace, ein Abkommen über die Raketenabwehr. All das sind Strategien, die uns eine klare Vorstellung davon geben werden, in welche Richtung die USA und vor allem die NATO weiter gehen. Wenn die NATO-Dokumente oder Dokumente nationaler Streitkräfte nicht mit den von den USA angenommenen Dokumenten übereinstimmen, gelten die amerikanischen Dokumente als Grundlage. Und sie sind quasi Kampfdokumente – eine Anleitung für Militärverbände. Das heißt, in einer sehr mühsamen Arbeit wird die globale Sicherheitsarchitektur konzeptionell verändert. Ob wir wollen oder nicht, aber in der heutigen Welt sind die USA leider ein Hegemon. Sie haben ihren Einfluss in allen Regionen beibehalten, vielleicht in der Antarktis noch nicht.“
„Und obwohl die globale Führung der USA bereits in Frage gestellt wird und der Hegemon nicht mehr derselbe ist, sind seine US-Ambitionen immer noch dieselben geblieben“, sagte Andrej Bogodel.
