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MOSKAU, 27. März (BelTA) – Die nächste Sitzung des Eurasischen Zwischenstaatlichen Rats unter Beteiligung der Premierminister der Länder der Eurasischen Wirtschaftsunion soll am 6. und 7. August in Tscholpon-Ata (Kirgisistan) stattfinden. Dieser Beschluss wurde auf der Sitzung des Zwischenstaatlichen Rats gefasst, die am 26. und 27. März in Schymkent (Kasachstan) stattfand. Das teilte der Pressedienst der Eurasischen Wirtschaftskommission (EAWK) mit.
Auf der Sitzung in Schymkent erörterten die Premierminister 13 bedeutende Themen der Integrationsagenda. „Darunter waren die Einführung digitaler Technologien und künstlicher Intelligenz, die Förderung von Kooperationsprojekten in der Industrie, die Verbesserung der Arbeit eurasischer Technologieplattformen, der Verbraucherschutz, die Entwicklung des Handels, die Zollzusammenarbeit und die makroökonomische Prognose“, so die EAWK.
Den Regierungschefs der EAWU-Staaten wurde insbesondere über den Fortschritt bei der Vorbereitung einer gemeinsamen Erklärung zur verantwortungsvollen Entwicklung künstlicher Intelligenz im Rahmen der EAWU berichtet. Darüber hinaus wurden Änderungen an den Regeln für die finanzielle Unterstützung von Kooperationsprojekten vorgenommen. Diese zielen darauf ab, Lücken in der rechtlichen Regelung zu schließen und betreffen die Erhöhung der Transparenz bei der Auswahl und Genehmigung von Projekten.
Auch zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit des Industriesektors wurde die Arbeit der eurasischen Technologieplattformen geordnet. Die neue Regelung systematisiert die Arbeit mit ihnen. Es werden Verfahren für die Aufnahme und Einstellung der Tätigkeit festgelegt, die Koordination zwischen den Teilnehmern verbessert und einheitliche Berichtsstandards eingeführt. Die Plattformen erhalten zudem das Recht, Kompetenzzentren für die Einführung fortschrittlicher Lösungen und deren Verbreitung zu schaffen.
„Die Ergebnisse der sozioökonomischen Entwicklung der EAWU-Staaten im Jahr 2025 wurden ausgewertet. Im Jahr 2025 wuchs das Gesamt-BIP der EAWU um 1,7%. Den Hauptbeitrag zur Entwicklung leisteten der Dienstleistungssektor, das Baugewerbe und der aktive Binnenkonsum vor dem Hintergrund einer rekordniedrigen Arbeitslosigkeit“, so die EAWK.
Auf der Sitzung wurde ein neues Programm zum Schutz der Verbraucherrechte bis 2030 verabschiedet. „Dank der ersten Phase der gemeinsamen Arbeit der Staaten wurde ein wirksames System zum Schutz der Verbraucherrechte aufgebaut und die Grundlage für mehr Transparenz in den Beziehungen zwischen Käufern und Verkäufern geschaffen“, fügte die EAWK hinzu.
