MINSK, 27. Mai (BelTA) – Belarus sei bereit, die Entwicklung bestehender belarussischer Projekte in Simbabwe und den Start neuer Ideen und Vorhaben zu unterstützen, betonte der Vorsitzende der Repräsentantenkammer, Igor Sergejenko, bei einem Treffen mit dem Vorsitzenden der Nationalversammlung des Parlaments der Republik Simbabwe, Jacob Mudenda.
Der Parlamentssprecher wies darauf hin, dass die belarussisch-simbabwische Zusammenarbeit in den letzten Jahren äußerst aktiv gewesen sei. Er unterstrich, dass die Beziehungen zwischen Minsk und Harare durch die Kontakte der Staatschefs beider Länder einen starken Impuls erhalten hätten. Im Jahr 2023 habe der Besuch von Präsident Alexander Lukaschenko in Simbabwe stattgefunden, 2025 der Besuch von Präsident Emmerson Mnangagwa in Belarus. Erst kürzlich, am 15. Mai, habe in Minsk ein weiteres Treffen der beiden Staatsoberhäupter stattgefunden.
Igor Sergejenko bemerkte, dass in Simbabwe gemeinsame Projekte zur Mechanisierung der Landwirtschaft erfolgreich umgesetzt würden, die ihren Beitrag zur Ernährungssicherheit des Landes, zur Stärkung des Agrarsektors und zur Steigerung der Produktionseffizienz leisteten. Die Zusammenarbeit in Industrie, Pharmazie, Bildung und anderen gesellschaftlich bedeutsamen Bereichen werde ausgebaut. „Wir sind bereit, die Entwicklung bestehender belarussischer Projekte in Simbabwe sowie die Ausarbeitung und Umsetzung neuer Ideen und Projekte zu unterstützen“, sagte er.
Der Vorsitzende der Repräsentantenkammer fügte hinzu, dass der bilaterale Warenumsatz im vergangenen Jahr 26 Millionen US-Dollar überstiegen habe. Die von den Führern beider Länder gesetzte Aufgabe, ein gegenseitiges Handelsvolumen von 100 Millionen US-Dollar zu erreichen, sei durchaus realistisch und erreichbar, sofern man gemeinsam an einer Lösung auftretender Probleme arbeite und auf einander zugehe. „Belarus betrachtet Ihr Land seit jeher als einen seiner wichtigsten politischen und wirtschaftlichen Partner im südlichen Afrika“, sagte Igor Sergejenko, als er sich an den Gast wandte.
Ein wichtiges Feld der Zusammenarbeit sei der humanitäre Bereich, insbesondere das Bildungswesen. Laut Igor Sergejenko erhielten derzeit etwa 150 simbabwische Bürger eine Ausbildung in Belarus. „Wir laden auch andere simbabwische Studenten ein, nach Belarus zu kommen – zum Studium und zur Weiterbildung in verschiedenen Fachrichtungen: technische, gesundheitliche und andere Bereiche“, fügte er hinzu.
Der Parlamentssprecher erinnerte daran, dass die belarussische Seite vorgeschlagen habe, im Juni/Juli eine Gruppe simbabwischer Kinder zur Erholung aufzunehmen. Er äußerte die Überzeugung, dass solche Initiativen nicht nur soziale Bedeutung hätten, sondern auch zur Stärkung realer, konkreter Kontakte zwischen den Bürgern beider Länder beitragen würden. Als interessant bezeichnete er die Initiative, in diesem Jahr Tage der simbabwischen Kultur in Belarus und im nächsten Jahr Tage der belarussischen Kultur in Simbabwe zu veranstalten.
„Die Unterzeichnung der Roadmap für strategische Zusammenarbeit und Partnerschaft für die Jahre 2026–2030 hat eine neue Etappe in der Entwicklung der bilateralen Beziehungen eingeleitet und ermöglicht, ihnen einen systematischeren, konkreteren, zielgerichteteren und langfristigeren Charakter der Zusammenarbeit zwischen unseren Staaten zu verleihen“, sagte Igor Sergejenko. Das heutige Treffen sei ein weiterer Schritt zur Umsetzung der in der Roadmap festgehaltenen Vereinbarungen über den Ausbau der Kontakte auf interparlamentarischer Ebene.
Im Verlauf des Treffens tauschten sich die Gesprächspartner über die weitere Entwicklung der Kontakte im Bereich der parlamentarischen Zusammenarbeit und über andere Richtungen der zwischenstaatlichen Kooperation aus.
