Themen
"Thema im Gespräch "
MINSK, 11. April (BelTA) – In der neuen BelTA-Ausgabe von „Thema im Gespräch“ erzählte Doktor der Geschichtswissenschaften und Arabist der Belarussischen Staatlichen Universität Wladimir Koschelew, wie die Beziehungen zwischen den USA und dem Iran in der Mitte des letzten Jahrhunderts aussahen.
„Die Beziehungen zwischen den USA und dem Iran haben eine lange Geschichte. Sie wurden vor mehreren Jahrzehnten aufgenommen. Ich denke, man sollte an die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg denken, an die 1950/1960er Jahren, als die Vereinigten Staaten von Amerika es sich zum Ziel setzten, ihren Einfluss in der Nahost-Region zu verstärken und sie sogar unter ihre Kontrolle zu bringen“, erzählte Wladimir Koschelew.
Laut dem Arabisten unterstützten die USA unter anderem zu diesem Zweck die Gründung des Staates Israel, der 1948 ausgerufen wurde: „Man muss dabei jedoch berücksichtigen, dass die Vereinigten Staaten von Amerika sowohl auf die arabischen Regime als auch auf den Iran setzten.“
Wladimir Koschelew wies darauf hin, dass der Iran in jenen Jahren der zweitwichtigste Verbündete der USA im Nahen Osten war. „Um es vorsichtiger auszudrücken: Der Iran war ein Land, das unter dem Einfluss der Vereinigten Staaten von Amerika stand. Dies geschah im Jahr 1953, als die CIA einen Staatsstreich durchführte und die wohl demokratischste Regierung des modernen Irans, die Regierung Mossadegh, stürzte“, betonte er.
Der Grund für die Organisation des Staatsstreichs war der Wunsch der iranischen Führung, die anglo-iranische Ölgesellschaft zu verstaatlichen.
„Von diesem Zeitpunkt an etablierten sich sehr enge Bündnisbeziehungen zwischen dem Iran und den USA“, erzählte der Arabist.
