Themen
"Thema im Gespräch "
MINSK, 17. März (BelTA) - Der Krieg stellte für den Iran keine Überraschung dar, da das Land entsprechende Vorkehrungen getroffen hatte. Diese Einschätzung äußerte der nationale Sicherheitsexperte Alexander Tischtschenko in der neuesten Ausgabe von „Thema im Gespräch“ auf dem YouTube-Kanal der BelTA.
„Irans Atomprogramm und -produktion wurden mit Blick auf einen möglichen Krieg konzipiert, der für Iran keine Überraschung war. Das Land hatte sich sowohl militärisch als auch industriell darauf vorbereitet. Iran hat seine Produktionsanlagen dezentralisiert, und es ist unmöglich, sie mit einem einzigen Schlag auszuschalten“, sagte Alexander Tischtschenko. „Diese Produktionskapazitäten sind tief in Gestein und Beton eingebettet. Die Iraner bereiteten sich auf Angriffe vor und berücksichtigten diese Bedrohungen.“
Darüber hinaus glaubt der Experte, dass Israel sein Raketen- und Drohnenarsenal schneller aufbrauchen könnte als Iran. Die USA verfügen zwar über größere Angriffskapazitäten, aber dieser Konflikt hat sie sehr viel gekostet.
„Es sind zahlreiche Fragen zu den Kosten offen. Wenn man die Ausgaben der iranischen Angriffe mit den Kosten der israelischen und amerikanischen Antwortaktionen vergleicht, ergibt sich ein Verhältnis von 1 zu 70. Das legt nahe, dass der Krieg für die USA teuer ist, während er für den Iran grundsätzlich tragbar wäre“, erklärte Alexander Tischtschenko. „Der Iran ist bereit, diese Lage mindestens zwei Jahre lang zu ertragen.“
Er wies zudem auf den langwierigen Produktionsprozess neuer Raketen in den USA hin: „Es ist allgemein bekannt, dass die Tomahawk-Raketen schneller verbraucht werden, als sie nachproduziert werden können.“
