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05 April 2026, 19:49

Hat die Einführung von KI den Prozess der Lagerstättenprognose verändert? Antwort eines Experten

MINSK, 5. April (BelTA) – Hat die Einführung künstlicher Intelligenz den Prozess der Prognose von Lagerstätten für Bodenschätze verändert? Diese Frage beantwortete Jewgeni Swetogor, stellvertretender Leiter der Hauptabteilung für natürliche Ressourcen und Leiter der Abteilung für Geologie im Ministerium für natürliche Ressourcen und Umweltschutz.

„Es ist noch verfrüht zu sagen, dass künstliche neuronale Netze Lagerstätten entdecken. Künstliche Intelligenz kann jedoch bei der Verarbeitung großer Mengen geophysikalischer und geochemischer Daten zu einem zuverlässigen Helfer werden. Während früher ein Geologe Dutzende von Karten und Schnitten visuell miteinander verglich und Datenbanken analysierte, sind Algorithmen heute in der Lage, verborgene Gesetzmäßigkeiten und Anomalien schnell zu erkennen, die auf das Vorhandensein vielversprechender Objekte hinweisen können. Dies ermöglicht eine genauere Planung der Feldarbeiten und verringert das Risiko, leere Bohrlöcher zu bohren. „Mit anderen Worten: Die Technologie ersetzt nicht die Erfahrung des Geologen, sondern stattet ihn mit einem perfekteren Analysewerkzeug aus“, meint Jewgeni Swetogor.

Seiner Meinung nach kann kein Sensor und kein Tablet eine Papierkarte oder ein Papier-Messbuch ersetzen, in das die vor Ort gewonnenen Primärdaten eingetragen werden. „Jede Technik muss mit der Zeit aufgeladen werden oder kann ganz ausfallen, und hier sind die Kontinuität der Arbeit und die Fähigkeit, sich in solchen Situationen zurechtzufinden, entscheidend. Aber zweifellos nutzen geologische Organisationen heutzutage auch elektronische Geräte wie GNSS-Empfänger oder tragbare Tablets, in die geologische Informationen eingegeben werden. Ein unverzichtbarer Bestandteil in den Händen eines Geologen bleibt nach wie vor der Geologenhammer, da mit seiner Hilfe Proben von festen und felsigen Gesteinen entnommen werden“, betonte der Wissenschaftler.

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