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26 Januar 2026, 09:43

Medizin, digitale Technologien, Ernährung: In welchen Bereichen sind die Entwicklungen belarussischer Wissenschaftler gefragt?

Screenshot des Videos des Fernsehsenders STW
Screenshot des Videos des Fernsehsenders STW
MINSK, 26. Januar (BelTA) – In welchen Bereichen sind die Entwicklungen belarussischer Wissenschaftler gefragt und kann ein Roboter den Wissenschaftler ersetzen? Diese Fragen beantwortete der Vorsitzende des Präsidiums der Nationalen Akademie der Wissenschaften, Wladimir Karanik, bei „Belarus 1“.

Auf die Frage, in welchem Lebensbereich die Nachfrage nach den Entwicklungen belarussischer Wissenschaftler am stärksten zu spüren ist, merkte Wladimir Karanik an: „Global gesehen ist das natürlich die Medizin. Im Jahr 1900 lag die durchschnittliche Lebenserwartung noch bei 45 Jahren. Heute gilt die Grenze von 80 Jahren nicht mehr als Obergrenze. Das erfordert natürlich die Entwicklung neuer Medikamente, neuer Hilfs- und Pflegemittel. Gleichzeitig verstehen wir aber gut, dass der Mensch, wenn er nicht nur lange, sondern auch qualitativ hochwertig leben will, sich in sicheren, komfortablen Bedingungen befinden muss. Und das ist bereits der Bereich neuer Materialien, das ist unter anderem auch der Bereich der digitalen Technologien. Vieles, was früher grobe körperliche Arbeit erforderte, wird heute von robotergestützten Komplexen erledigt. Das betrifft entsprechend auch den Ernährungsbereich, da unsere Gesundheit direkt davon abhängt, was wir essen.“

Bei der Erörterung der Wahrscheinlichkeit, den belarussischen Wissenschaftler durch einen Roboter zu ersetzen, stellte der Vorsitzende des Präsidiums der Nationalen Akademie der Wissenschaften fest, dass dies unmöglich ist. „Es handelt sich doch um einen kreativen Prozess. Und selbst künstliche Intelligenz, wie viele verstehen, kann helfen, kann routinemäßige Berechnungen, das routinemäßige Erkennen von Mustern und die routinemäßige Analyse übernehmen. Aber Ideen, insbesondere bahnbrechende, zu generieren – vielleicht bin ich altmodisch, aber ich glaube, das kann nur der Mensch“, sagte Wladimir Karanik.

„Einen Chirurgen wird ein medizinischer Roboter in absehbarer Zeit wohl kaum ersetzen. Er kann ihm aber helfen. Schwere körperliche Arbeit, monotone Sortierarbeiten – das kann und sollte der Roboter übernehmen. Da den Menschen seine kreativen und geistigen Fähigkeiten auszeichnen, sollten wir diese wohl umfassender und rationeller nutzen“, bemerkte der Vorsitzende des Präsidiums der Nationalen Akademie der Wissenschaften. 

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