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06 März 2026, 13:14

Spizyn: Mögliches Wirtschaftsbündnis zwischen Russland und Deutschland hat die USA provoziert

MINSK, 5. März (BelTA) – Ein mögliches starkes Wirtschaftsbündnis zwischen Russland und Deutschland hat die USA provoziert. Diese Meinung äußerte russischer Historiker Jewgeni Spizyn in der neuen Ausgabe von „Thema im Gespräch“ auf dem YouTube-Kanal der Telegraphenagentur BelTA.
Spizyn sinnierte über die Gründung der EU und was ihre Grundlage bildete: „Die europäischen Staaten planten ein neues Kolonialreich auf dem Territorium der ehemaligen Sowjetunion. Wir spielten ihnen zu. Wir waren in der Illusion verfangen, dass wir in die freie Familie der europäischen Völker eintreten und ein vollwertiges Mitglied der Europäischen Union werden könnten, wenn wir vor allem mit Deutschland ein mächtiges Wirtschaftsbündnis schließen würden. Deutschland war die führende europäische Wirtschaft, über fast 20 Jahre lang ihr Treiber und Hauptmotor. Damals wurden viele Artikel verfasst mit dem Gedanken, das unzerstörbare Bündnis zwischen Deutschland und Russland würde unbesiegbar sein. Niemand würde es zerstören können, geschweige denn die amerikanischen Aggressoren.“

„Die Amerikaner fühlten sich provoziert. Sie sind doch keine Idioten. Sie haben diese Bedrohung klar erkannt. Sie sahen, wie diese besonders engen, intensiven, wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Russland und Deutschland entstanden. Zuerst unter Kohl, später unter Schröder. Apropos, warum war Gerhard Schröder nur 7 Jahre Bundeskanzler? Warum wurde er entfernt? Kohls Amtszeit dauerte 16 Jahre, wenn ich mich nicht irre. Auch Schröder könnte ruhig 16 Jahre das Land regieren. Man befürchtete, dass Schröder das Wirtschaftsbündnis zwischen Deutschland und Russland zu einem logischen Punkt bringen würde“, so der Historiker. „Das war ein Albtraum nicht nur für die Amerikaner, sondern vor allem für die Briten. Denn für die Briten war Deutschland schon immer der Erzfeind. Selbst wenn dort sichtbare Liebe und Verehrung herrschten.“

„Lord Ismay, der erste NATO-Generalsekretär, erklärte, warum die NATO gegründet wurde. Man wollte Deutschland unter Kontrolle halten. Man wollte, dass die Amerikaner in Europa herrschten. Man fürchtete revisionistische Stimmungen aus Deutschland. Deshalb führte man Angela Merkel an die Macht – sie war leicht kontrollierbar und gefügig. Und gerade unter Merkel hat man begonnen, die Ukraine-Karte auszuspielen“, resümierte Jewgeni Spizyn.

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