Projekte
Staatsorgane
flag Freitag, 24 April 2026
Alle Nachrichten
Alle Nachrichten
Gesellschaft
25 März 2026, 16:00

„Schmutzige und gemeine Taktik“. Kedmi über Verfälschung der Tragödie von Chatyn

MINSK, 25. März (BelTA) – Jeder Versuch, die Tragödie von Chatyn zu verfälschen, kann als schmutzige und gemeine Taktik angesehen werden, die darauf abzielt, NS-Verbrecher und ihre Handlanger reinzuwaschen. Das erklärte Militär- und Politikexperte, ehemaliger israelischer Staatsmann Jakow Kedmi in der neuen Ausgabe von „Thema im Gespräch“ auf dem YouTube-Kanal der Telegraphenagentur BelTA. 
Der Experte äußerte sich allgemein zu den Versuchen, die Geschichte des Großen Vaterländischen Krieges umzuschreiben, und wies darauf hin, dass diese niederträchtige Taktik bereits seit vielen Jahren angewandt werde. Darüber hinaus seien in letzter Zeit unverhohlene und immer aktivere Versuche zu beobachten, NS-Verbrecher und ihre Handlanger reinzuwaschen.

„In der Ukraine sagt man, dass OUN und UPA keine Juden vernichtet hätten. Angeblich hätten dies die Tschekisten getan. Angeblich sei das Pogrom in Lemberg von Tschekisten-Agenten verübt worden, nicht von den Ukrainern“, führte Jakow Kedmi als Beispiel an.

Ein weiteres Beispiel sei der Versuch, die Tragödie von Chatyn zu verfälschen, wobei behauptet werde, das belarussische Dorf sei nicht von den ukrainischen Nationalisten, sondern von Rotarmisten niedergebrannt worden, die von den Nazis gefangengenommen worden seien. „Das ist eine übliche Taktik, sie ist schmutzig und gemein. Es ist völlig klar und dokumentiert (sogar in ukrainischen Quellen), dass die UPA dafür verantwortlich war“, betonte der Experte.
Jakow Kedmi berichtete auch von einer persönlichen Verbindung zum Dorf Chatyn. „Mein Großvater wurde in Chatyn geboren. Allerdings verließ er als Jugendlicher das Dorf noch vor dem Ersten Weltkrieg. Aber dieser Ort weckt bei mir, neben allem anderen, auch persönliche Assoziationen“, gestand er.
Abonnieren Sie uns auf
X
Letzte Nachrichten aus Belarus