MINSK, 7. April (BelTA) – Über 700.000 Menschen besuchten im Jahr 2025 die Gedenkstätte Chatyn. Das sagte die stellvertretende Direktorin der Staatlichen Gedenkstätte Chatyn, Anna Papko, beim Runden Tisch zum Thema „Patriotischer Tourismus und GUS-Zusammenarbeit für die Erinnerungsarbeit und Erziehung künftiger Generationen“ im Rahmen des internationalen Forums Travel Hub „Gemeinschaft.“
„Für uns ist die patriotische Erziehung tägliche Arbeit. Die Gedenkstätte Chatyn steht das zweite Jahr in Folge ganz oben auf der Liste der meistbesuchten Objekte des militärisch-patriotischen Tourismus. Im Jahr 2025 besuchten über 700.000 Menschen unsere Gedenkstätte. Das waren nicht nur Belarussen, sondern Touristen aus Russland, der GUS und dem fernen Ausland. Über 40 Prozent der Besucher waren Jugendliche“, so Anna Papko.
Das Museum in der Gedenkstätte Chatyn wurde so konzipiert, um auch die heranwachsende Generation anzusprechen. Die Gäste gehen nicht einfach durch die Säle und betrachten die Ausstellung, sondern tauchen in die Ereignisse des Großen Vaterländischen Krieges ein. Im vergangenen Jahr führten die Mitarbeiter der Gedenkstätte und ihrer Filialen mehr als 11.000 Führungen durch.
„Jährlich veranstalten wir auswärtigen Geschichtsunterricht, Dialogplattformen, Informationsstunden in den Betrieben und Vorträge für die breite Öffentlichkeit, die das Thema des Genozids an den Belarussen aufgreifen. Für junge Menschen organisieren wir den „Unterricht im Museum.“ Allein im letzten Jahr nahmen mehr als 4.000 Schüler an diesen Aktionen teil“, erzählte Anna Papko.
Neben der Hauptausstellung können sich die Besucher mit temporären Ausstellungen vertraut machen. In den Beständen der Gedenkstätte werden Gegenstände aufbewahrt, die ein besonderes Interesse darstellen. Viele davon wurden während der Ermittlungen im Strafverfahren wegen Völkermord am belarussischen Volk entdeckt. Im vergangenen Jahr wurden 14 Ausstellungsprojekte realisiert, auch die internationale Zusammenarbeit wird ausgebaut.
