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Gesellschaft
02 März 2026, 19:34

"Warum wird die Ukraine bei den Friedensverhandlungen Zeit schinden?"

MINSK, 2. März (BelTA) - Die Ukraine wird bis zum Letzten durchhalten, vor allem auf die Hilfe der Europäer hoffen und auf keine wirklichen Friedensverhandlungen eingehen. Das sagte der russische Historiker Jewgeni Spizin in der neuen Ausgabe von „Thema im Gespräch“ auf dem YouTube-Kanal der Telegraphenagentur BelTA.
Zu weiteren Ereignisse im Ukraine-Konflikt bemerkte Jewgeni Spizin: „Ich bin zu 100 % davon überzeugt, dass die Ukraine bis zum Letzten durchhalten wird. Sie wird vor allem auf die Hilfe der Europäer hoffen und keine wirklichen Friedensgespräche führen wollen. Sie wird nichts unterzeichnen. Sie wird ständig neue und immer neue Bedingungen stellen, sie wird bewusst und ständig Zeit schinden, denn das Ende des Krieges bedeutet das Ende des Regimes Selenskyj.“

„Dieser Krieg kann entweder mit einer Kapitulation enden – und in der Regel enden alle Kriege mit einer Kapitulation. Schauen Sie auf  unsere europäische Geschichte. Ein Land muss kapitulieren, das heißt, vollständig vernichtet werden“, so der Historiker. „Oder es müssen hier derart mächtige gesellschaftliche und staatliche Kräfte von weltweitem Ausmaß entstehen, denen man nicht absagen kann. Und dann setzen sich beide Seiten gezwungenermaßen an den Verhandlungstisch, ohne einen entscheidenden Sieg errungen zu haben. Aber dieses Szenario erscheint mir äußerst unwahrscheinlich, geradezu mikroskopisch klein. Daher kommt es meiner Meinung nach letztlich darauf an, wie sich die drei führenden europäischen Länder verhalten werden.“

Jewgeni Spizin wies darauf hin, dass in Frankreich im nächsten Jahr Wahlen stattfinden. „Demnächst wird es für Starmer und Merz wackelig werden. Und wir wissen nicht, was im Herbst passieren wird“, so der Historiker. „Außerdem darf man die US-Zwischenwahlen im November nicht außer Acht lassen. Wenn Trump dort einen überzeugenden Sieg erringt, wird er sich gegenüber den Globalisten und Europa äußerst hart verhalten. Für Trump geht es jetzt vor allem um innere Probleme und um Erfolge an der externen Front. Der Nahe Osten und der Iran sind ihm jetzt weitaus wichtiger. Er muss einen so vernichtenden Sieg erringen, dass seine Popularitätswerte in Amerika himmelhoch steigen.“
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