MINSK, 25. April (BelTA) – Auf dem Verbrauchermarkt in Belarus ist im ersten Quartal dieses Jahres eine positive Dynamik zu verzeichnen. Was dahintersteckt, erläuterte die Leiterin der Hauptabteilung für Dienstleistungs- und Binnenhandelsstatistik vom Nationalen Statistischen Komitee (Belstat), Irina Tschigirewa, wie der Pressedienst der Behörde mitteilte.
Der Einzelhandelsumsatz stieg im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6 Prozent zu vergleichbaren Preisen (also inflationsbereinigt) – ein Zeichen für die Kaufbereitschaft der Bevölkerung. Der Umsatz im Gastgewerbe dagegen ging um 1,1 Prozent zurück. „Die Daten zum Anstieg des Einzelhandelsumsatzes stimmen mit den Zahlen zum Wachstum der Reallöhne überein, das bei 7 Prozent lag. Bemerkenswert ist, dass die Einzelhandelsumsätze mit Non-Food-Produkten schneller steigen als mit Nahrungsmitteln. Im Berichtszeitraum lag ihr Zuwachs zu vergleichbaren Preisen bei 8 Prozent, während der Lebensmittelabsatz um 4 Prozent zulegte. Das deutet darauf hin, dass die Belarussen mehr langlebige Güter kaufen“, so Irina Tschigirewa.
Die Stabilität des Verbrauchermarktes werde sowohl durch ausreichende Warenvorräte als auch durch ein ständiges Sortiment gewährleistet, das die Nachfrage der Bevölkerung decke.
„Wichtig ist zu betonen, dass der Anteil von Käufen heimischer Waren in diesem Jahr zunimmt. Im Januar bis März 2026 erreichte er 54,1 Prozent und lag damit über dem Wert des Vorjahreszeitraums. Der Anteil der verkauften inländischen Non-Food-Produkte stieg sogar um fast zwei Prozentpunkte – ermöglicht durch höhere Verkaufszahlen belarussischer Pkw. Der Anteil der Einzelhandelsverkäufe neuer heimischer Personenkraftwagen stieg auf 72 Prozent, nachdem er im gleichen Zeitraum des Vorjahres noch 32 Prozent betragen hatte“, so die Leiterin der Hauptabteilung.
