MINSK, 17. Februar (BelTA) – Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko hat eine strenge Preiskontrolle und eine faire Preisgestaltung angeordnet. Das erklärte der Staatschef bei der Entgegennahme des Regierungsberichts für das Jahr 2025.
Als Thema Nummer eins, das die Bürger beunruhigt, nannte der Präsident die Inflation. „So sehr die Regierung auch beschwichtigen mag, dass die Zielvorgabe nur geringfügig verfehlt wurde, Tatsache ist, dass die Preise um 106,8% gestiegen sind, obwohl nicht mehr als 105% vorgesehen waren“, stellte Alexander Lukaschenko fest.
Dabei betrachtet der Staatschef den Gesamtindex von Belstat als „Durchschnittstemperatur im Krankenhaus“. Bei vielen für die Menschen sensiblen Gütern sind die Preise deutlich stärker gestiegen. „Beispielsweise für Schweinefleisch um fast 15%, für Rindfleisch um 12%, für Fisch um 11%, für Milch und Kefir um 9–10%, für Butter (von der 40.000 Tonnen in den Lagern liegen) um 8%, Buchweizen um 11%, Süßwaren um fast 15%, Karotten und Kohl um 19-27%. Und das, obwohl einige Landwirte, insbesondere die landwirtschaftliche Firma „Nowizkije“ im Kreis Luninez, nicht wussten, wohin sie mit diesem Gemüse sollten“, bemerkte der Staatschef.
Der Präsident erinnerte daran, dass der erste stellvertretende Premierminister Nikolai Snopkow vor zwei Jahren nach lautstarken Preisstreitigkeiten ein neues automatisiertes System zur Preisanalyse angekündigt hatte. „Das Thema Inflation ist für die Menschen äußerst brisant, und Preistreiberei ist in unserem Land nicht hinnehmbar“, betonte Alexander Lukaschenko.
Im Pilotbetrieb funktioniert das System nur für drei nicht besonders empfindliche Waren (Kühlschränke, Reifen, Fahrräder). Dabei wurden für seine Entwicklung nicht unerhebliche Mittel aufgewendet – 5,1 Millionen belarussische Rubel.
Nach Angaben des Präsidenten wurde ein Erlassentwurf vorbereitet, in dem für den Betrieb des Systems jährlich bis zu 2,5 Millionen belarussische Rubel beantragt werden.
In diesem Zusammenhang fragte der Staatschef danach, wie dieses System den einheimischen Herstellern helfen oder die Verbraucher vor unzuverlässigen Zwischenhändlern schützen wird, wie das konkrete Ergebnis für die Bürger aussehen wird und wie viel dadurch jährlich eingespart werden kann.
„Ich wiederhole für diejenigen, die es nicht verstehen: Die Menschen essen Lebensmittel, keine Statistiken! Deshalb muss die Preiskontrolle streng und die Preisgestaltung fair sein!“, forderte Alexander Lukaschenko.
