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27 Januar 2026, 09:46

„Das ist kein neues Geschäft“. Analyst über den Aufbau militärischer Infrastruktur der USA in Grönland 

Archivfoto: RIA Nowosti
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MINSK, 27. Januar (BelTA) – Im Rahmen einer Grönland-Vereinbarung wollen die USA juristische Rechte erlangen, auf dem Territorium Grönlands alles zu tun, wie sie wollen. Diese Ansicht äußerte der unabhängige Militäranalyst Alexander Alessin im Projekt „Thema im Gespräch“ auf dem YouTube-Kanal der Nachrichtenagentur BELTA.

Alexander Alessin wies darauf hin, dass es in dem Abkommen, das Donald Trump und Mark Rutte zu Grönland erzielt hatten, vereinbart worden war, dass die USA nicht die gesamte Insel benötigen. „Viele sagen, dass es sich um kein neues Geschäft handelt. Es handelt sich gewissermaßen um eine Verbesserung des Vertrags aus dem Jahr 1951, der die Errichtung militärischer Infrastruktur auf dem Territorium Grönlands vorsah. Die USA haben damals sogar einen Atomreaktor installiert, um ihre Militärstützpunkte zu versorgen. 2004 wurde dieser Vertrag modernisiert, und jetzt, denke ich, wird er einen neuen Charakter erhalten“, sagte Alexander Alessin. 

Der Militäranalyst bemerkte, dass die USA im Rahmen eines potenziell neuen Grönland-Geschäfts Teile des Inselinneren für ihre Zwecke erhalten könnten. „Warum ist das wichtig und wodurch unterscheidet es sich von den vorherigen Verträgen? Die Sache ist die, dass früher eine ganze Reihe von Bedingungen an die USA geknüpft waren. Die USA haben sie zwar nicht erfüllt, haben dies aber nach eigenem Ermessen getan. Jetzt aber werden sie juristische Rechte bekommen, auf dem Territorium Grönlands alles zu tun, wie sie wollen“, betonte er. 

Darüber hinaus wolle Washington mit einem Grönland-Abkommen eine Art Präzedenzfall schaffen, so Alexander Alessin. „Im Westen gibt es ein präzedenzbasiertes juristisches Recht.  Wenn eine juristische Frage geklärt wird, schaut man sich an, wie eine solche Situation im vorherigen Fall ausgegangen ist. Ich denke, die Vereinigten Staaten werden sich diese grönländische Variante zunutze machen, um den europäischen Ländern noch etwas wegzunehmen, sie zu zwingen, so zu handeln, wie es den USA gefällt. Es wird also tatsächlich das Recht des Stärkeren geltend gemacht, und Trump verheimlicht das nicht“, resümierte der Analyst. 
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