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MINSK, 3. Mai (BelTA) – Wie belarussische Mediziner Stereotype über die Onkologie widerlegen, erzählte im Fernsehsender „RTR Belarus“ der stellvertretende Direktor für Behandlungsarbeit des Landesweiten Wissenschaftlich-Praktischen Zentrums für Onkologie und Medizinische Radiologie namens N.N. Alexandrow, Sergej Mawritschew.
Sergej Mawritschew betonte, dass Krebs längst kein Todesurteil mehr sei. In der Republik seien 60% aller Erkrankten Menschen, die fünf Jahre und länger beobachtet würden, also fünf Jahre und länger mit einer solchen Diagnose lebten.
Laut dem Experten gehören die Belarussen zu den weltbesten bei der Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs.
„Gebärmutterkörperkrebs hat in unserem Land eine hohe Inzidenz, wird aber in 80% der Fälle im ersten Krankheitsstadium entdeckt. Das ist einer der besten Werte weltweit. Und das ist nicht das Verdienst der Onkologen, denn wir erhalten die Patienten bereits mit einer Diagnose. Das ist das Verdienst unserer Gynäkologen, die bei geringstem Verdacht eine Kürettage der Gebärmutterhöhle oder eine Hysteroskopie mit Biopsie durchführen, so die Diagnose stellen und sie zu 80% im ersten Stadium entdecken“, sagte Sergej Mawritschew.
Er wies darauf hin, dass die gynäkologische Onkologie-Abteilung im Landesweiten Wissenschaftlich-Praktischen Zentrum für Onkologie und Medizinische Radiologie führend in der Behandlung solcher Pathologien sei. Im Januar 2021 erkannte die Europäische Gesellschaft für Gynäkologische Onkologie die Abteilung als Europäisches Zentrum für die Chirurgie des fortgeschrittenen Eierstockkrebses an.
Sergej Mawritschew ist Arzt in der vierten Generation. Seiner Meinung nach besteht qualitativ hochwertige Medizin aus Technologien, einem Team, einer gewissen Besessenheit von der Arbeit dieses Teams, Ausstattung und weiteren Komponenten.
„Wenn man im Rahmen der GUS zumindest die postsowjetischen Republiken vergleicht, was die Ausstattung mit Computertomographen und MRT betrifft, liegen wir auf einem sehr hohen Niveau. Wir haben ein molekulargenetisches Labor für Karzinogenese, das das größte in Europa ist. Und nicht einmal alle führenden russischen Zentren verfügen über unsere Möglichkeiten. Was die Strahlentherapie betrifft, ist die Ausstattung mit Linearbeschleunigern bei uns recht hoch. Wir haben 25 Linearbeschleuniger, während manche Länder nicht einmal einen haben. Das ermöglicht es unseren Bürgern, eine onkologische Versorgung auf hohem Niveau zu erhalten“, so Sergej Mawritschew. „Was die Chirurgie betrifft, so haben sich laparoskopische Zugänge bei bestimmten Pathologien bereits etabliert. Und bei einigen Pathologien werden 50-60% der Operationen laparoskopisch durchgeführt.“
Im Zentrum wird zudem ein einzigartiges Gerät zur Behandlung von Hirntumoren eingesetzt – die Gamma-Knife.
