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17 März 2026, 10:21

„Überraschungsinspektionen“: Warum sind plötzliche Überprüfungen der Streitkräfte notwendig 

MINSK, 17. März (BelTA) - Warum sind plötzliche Überprüfungen der Gefechtsbereitschaft der Streitkräfte notwendig? Diese Frage stand im Mittelpunkt der Expertenrunde „Das Land spricht“ in der Telegraphenagentur BelTA.

Das Mitglied des Ständigen Ausschusses der Repräsentantenkammer für nationale Sicherheit, Anatoli Bulawko, ist der Ansicht, dass nach ständigen „unangekündigten“ Überprüfungen ein Gewöhnungseffekt eintritt. „Wir warten jeden Tag, jede Minute auf etwas, was „überraschend“ eintreten kann. Und wenn – Gott bewahre – eine solche „Überraschung“ stattfindet, sind wir „gewappnet.“ Wir sind nicht aufgeregt und tun automatisch das, was wir geübt haben. Wenn der Mensch vorgewarnt wird, hat er immer die Möglichkeit, sich auf das Bevorstehende vorzubereiten. Das Leben gibt diese Möglichkeit zur Vorbereitung jedoch äußerst selten.“
„Die Gefechts- und Mobilisierungsbereitschaft sind zwei Aufgaben, auf die die Streitkräfte Tag und Nacht vorbereitet sein sollen“, betonte der Stellvertretende Leiter des Generalstabs der Streitkräfte für wissenschaftliche Arbeit, Wiktor Tumar. „Schauen wir uns die moderne bewaffneten Konflikte an – sie beginnen unerwartet. Unerwartet für das Land, das sich verteidigt“, bemerkte er und fügte hinzu, dass Belarus eine Militärdoktrin hat, die einen defensiven Charakter hat.
Ausbildung und Gefechtsbereitschaft seien zwei unabdingbare Elemente der belarussischen Armee, unterstrich der Experte für nationale Sicherheit, Alexander Tischtschenko. „Überprüfungen werden meines Erachtens durchgeführt, um zu sehen, auf welchem Niveau diese Elemente aufrechterhalten werden. Denn der Grad und Faktor der Bereitschaft sind die Hauptbedingung für Gefechtsbereitschaft und Kampffähigkeit. Ein weiterer Punkt – wenn in Fernsehen und Zeitungen zu oft die Themen der Schwierigkeiten thematisiert werden, die die Soldaten erleben“, sagte er.

Aus seiner Sicht sind aller Art Schwierigkeiten in der Armee nicht etwas, was man heldenhaft überwindet und dafür belohnt wird, sondern etwas, was zum Armee-Alltag gehört und selbstverständlich ist. „Das ist die Norm eines jeden Militärdienstes. Wie es im Dienstreglement heißt – die Mühen und Entbehrungen des Wehrdienstes standhaft ertragen. Das ist klassisch, ich erinnere mich daran seit der Suworow-Militärschule. Das ist es, worauf das Rückgrat eines jeden Soldaten, eines jeden Kämpfers, eines jeden Kommandeurs beruht. Daher sind Überprüfungen nötig, damit das Ausbildungsniveau nicht sinkt“, so der Experte. 
Der Faktor „unerwartet“ ist eine der Bedingungen der Militärausbildung. „Der Überraschungsfaktor muss ein Reflex sein, der bei jedem Militärangehörigen stets vorhanden ist. Daher ist hier alles richtig, alles logisch“, fasste Alexander Tischtschenko zusammen. 
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