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Wirtschaft
12 Februar 2021, 20:04

Experte: Weltwirtschaft sinkt in Rezession, Belarus und China behalten ihre Dynamik bei

Anton Dudarjonok. Archivfoto
Anton Dudarjonok. Archivfoto

MINSK, 12. Februar (BelTA) – Belarus und China haben ihre Entwicklungsdynamik beibehalten, während die Weltwirtschaft in eine Rezession gesunken ist. Diese Meinung äußerte Anton Dudarjonok vom Institut für Strategische Studien der Telegraphenagentur BelTA. Der Experte kommentierte die Rede des belarussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko bei der 6. Allbelarussischen Volksversammlung.

Das Staatsoberhaupt stellte auf der Allbelarussischen Volksversammlung fest, dass Belarus und China besondere, strategische Beziehungen haben. „Wir sind engste Nachbarn, obwohl Tausende von Kilometern zwischen uns liegen“, sagte er.

„Unsere starken Beziehungen basieren auf einer jahrzehntelangen Freundschaft, auf den gemeinsamen Werten und Zielen der historischen Entwicklung, auf einer guten Praktik gegenseitiger Besuche auf höchster Ebene, auf gegenseitiger Unterstützung in internationalen Organisationen“, betonte der Experte.

Im Krisenjahr 2020 hat China seine wirtschaftliche Stressresistenz unter Beweis gestellt und beeindruckende technologische Errungenschaften demonstriert. Das Land hat darüber hinaus eine groß angelegte mehrjährige Transformation angekündigt. Im Kampf gegen die aktuellen Herausforderungen fordert Peking die Länder der Welt auf, in den Bereichen Wirtschaft, Außenpolitik und Sicherheit entschlossene Maßnahmen zu ergreifen, die der Rolle einer globalen Führungsmacht angemessen sind.

Im Jahr 2020 hat Belarus seine China-Exporte bedeutend angekurbelt. Dabei wurden die oberen Grenzwerte nicht erreicht. Belarus will seine Exporte nach China von700 Millionen auf 1 Milliarde Dollar erhöhen.

Heute sind mehr als 100 belarussische Unternehmen auf dem chinesischen Markt akkreditiert. Im Gegenzug gibt es in Belarus 170 Organisationen mit chinesischen Investitionen (52 Joint Ventures und 118 Auslandsunternehmen). Im Industriepark Great Stone sind 68 Unternehmen aus 14 Ländern registriert.

Mit Unterstützung chinesischer Banken wurden oder werden in unserem Land über 30 Großprojekte im Gesamtwert von 8 Milliarden Dollar umgesetzt. Die meisten von ihnen sind in den Bereichen Energie, Industrie, Landwirtschaft, Logistik angesiedelt. Der Wunsch, die Geschäfts- und Investitionspräsenz chinesischer Banken in Belarus zu erweitern, ist eine logische Fortsetzung der bilateralen Zusammenarbeit.

China weist auf eine aktive Teilnahme unseres Staates an der Initiative „Wirtschaftsgürtel entlang der Seidenstraße“ hin (rund 80 % der Containerzüge nach Europa fahren über Belarus). In der Sonderwirtschaftszone Bremino-Orsha wird eine Industrie- und Logistikinfrastruktur aufgebaut, die zu einem der größten Cluster im europäischen Teil der Eurasischen Wirtschaftsunion werden soll.

Belarus und China verfügen derzeit über ausreichend Potential, um die strategische Partnerschaft fortzusetzen und vorteilhafte Kontakte im Rahmen der „Belt-and-Road“-Initiative zu pflegen.

Unter den heutigen Bedingungen ist es äußerst wichtig, die breite belarussisch-chinesische interregionale Zusammenarbeit zu intensivieren, was das solide Fundament unserer Beziehungen weiter stärken wird.

Im letzten Frühjahr, auf dem Höhepunkt der Coronavirus-Pandemie, war es durch die aktive Entwicklung der Kontakte zwischen den Regionen möglich, unser Land mit Medikamenten und Arzneimitteln aus über 20 chinesischen Provinzen, zentralen Städten und autonomen Regionen zu versorgen. Belarus hat seinerseits auch humanitäre Ladungen in die betroffenen Gebiete Chinas geschickt.

Der strategische Charakter der belarussisch-chinesischen Beziehungen bietet reichlich Möglichkeiten für mehr Beziehungen in allen Bereichen. Ein umfassendes Zusammenwirken liegt in unserem gemeinsamen Interesse, es spornt Minsk und Peking an, neue Mechanismen für die regionale Zusammenarbeit und zusätzliche außenwirtschaftliche Möglichkeiten zu suchen.

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