Projekte
Staatsorgane
flag Dienstag, 17 März 2026
Alle Nachrichten
Alle Nachrichten
Gesellschaft
13 Februar 2026, 19:49

„Wir spielten nicht, wir lebten“: Grenzer in Gomel über Dreharbeiten zum Film „Die Seele des Verteidigers“

GOMEL, 13. Februar (BelTA) – In der Stadt Gomel wurden heute die Grenzbeamten der Region zur Sondervorführung des Dokumentarfilms „Die Seele des Verteidigers“ eingeladen. Vor und nach der Premiere haben die Besucher ihre Eindrücke mitgeteilt. 

Ein Großteil der Dreharbeiten fand im Südosten des Landes in den Militäreinheiten der Grenzgruppe Gomel statt. In der Aula des Kinos „Kalinin“ hat man für die Besucher und Zuschauer interaktive Stationen eingerichtet.   

„Bei Dreharbeiten wurden die Szenen nie zweimal aufgenommen, weil sie unser Leben und unseren Dienst gefilmt haben. Wir führten echte Aufgaben zum Schutz der Staatsgrenze aus. Solche Aufgaben werden von unseren Soldaten rund um die Uhr wahrgenommen“, sagt Alexej Smagin, Leiter der Abteilung für ideologische Arbeit.

Unter den Protagonisten war eine echte Dynastie der Gomeler Grenzgruppe. „Es ist die bekannte Grenzer-Familie Wyglad. Der Vater und seine zwei Söhne. Weitere Protagonisten sind Jekaterina und Wladislaw Swiridow, eine junges Familienpaar. Unsere Grenzbeamten haben in dieser Doku einen würdigen Platz eingenommen. Im Wesentlichen wurde nichts erfunden. Das ist ein Dokumentarfilm, der unsere täglichen Aktivitäten zeigt. Wir haben Aufgaben zum Schutz der Staatsgrenze erfüllt. Das wurde auch gezeigt. Wir spielten nichts vor, wir lebten beim Dreh“, betonte Alexej Smagin.

Gestern bei der Premiere des Films in Minsk glänzte Jekaterina Swiridowa zusammen mit ihrem Ehemann auf dem roten Teppich, heute wurden sie bei der Sondervorführung in Gomel begrüßt. Diese hellen Momente werden den beiden ebenso wie die Dreharbeiten für eine lange Zeit in Erinnerung bleiben. „Um ehrlich zu sein, war ich sogar ein wenig schockiert. In Minsk kamen die Leute auf mich zu und dankten mir für den Dienst. Glauben Sie mir, es ist sehr angenehm. Ich bin dem Regisseur des Films sehr dankbar dafür, dass der Film eine Seele hat. Und der Name des Films entspricht der Realität. Im Film wurde gezeigt, wie wir, einfache Soldaten, unser Land verteidigen“, sagte Jekaterina. 

Die Frau hat noch in der Oberschule beschlossen, Berufssoldatin zu werden. „Ich wollte am Institut für Grenzdienst studieren. Das war meine endgültige Berufswahl. Nach 4 Jahren Studium habe ich einen Arbeitsplatz in der Grenzgruppe Gomel erhalten. Mein erster militärischer Titel war „Leutnant“. Ich habe in all den Jahren meine Entscheidung nicht bereut“, teilte sie ihre Lebensgeschichte mit.
Ihr Ehemann Wjatscheslaw war auch Student am Institut für Grenzdienst, 3 Jahrgänge älter als sie. Die Familie gründeten sie aber, als sie bereits in der Grenzgruppe Gomel ihren Dienst leisteten.

Jekaterina macht keinen Hehl daraus, dass sie bei den Dreharbeiten große Erfahrungen gemacht hat. „Es war nicht einfach. Ich bin früher nicht gern in Videos aufgetaucht. Ja, in diesem Film wird über mein ganzes Leben berichtet. Hier sieht man alle Emotionen. Ich war einfach ich selbst. Ich denke, es hat gut geklappt. Ich erinnere mich sehr an den Moment, als ich gefragt wurde, wer mich im Leben am meisten inspiriert. Natürlich ist das mein Mann Wladislaw. Er ist ein echter Profi. Ich bewundere ihn immer, wie stolz er den Titel des Grenzwächters trägt, er gibt niemals auf dem Weg zum Ziel auf“, sagt sie. 

Wladislaw gibt zu, er habe versucht, bei den Dreharbeiten weniger auf den Prozess selbst zu achten. Er wollte seine Arbeit tun. Über seine Liebste spricht er mit viel Wärme und Zärtlichkeit in der Stimme: „Meine Frau ist Soldatin, aber sie ist zart und liebevoll.“

Jekaterinas Gesicht ist auf allen Film-Postern im ganzen Land zu sehen. Das kann die junge Berufssoldatin immer noch nicht fassen. „Ich frage meinen Mann, ob das wirklich ich bin. Ich fasse es immer noch nicht, dass alles geklappt hat. Ich bin der Führung der Grenzgruppe Gomel, dem Staatlichen Grenzkomitee, sehr dankbar für diese Chance, einen Teil unseres Lebens und unseren Dienstes zu zeigen“, bedankte sie sich.
Vor der Film-Vorführung konnten die Zuschauer die Soldaten der Grenzgruppe Gomel näher kennenlernen, mehr über die Besonderheiten des Dienstes an den südlichen Grenzen und das Arsenal der Grenzwächter erfahren. Zum Beispiel haben nur wenige Leute wirklich die Frage gestellt, wieviel Kilo die Uniform eines Grenzsoldaten wiegt. Allein die kugelsichere Weste wiegt 18 kg. Dieses Attribut müssen die Grenzwächter ständig tragen, unabhängig von der Jahreszeit.

Besonders beliebt war heute der flauschige „Grenzer“ Jack-Russell Archie. Der Grenzwachhund tritt zusammen mit seinem Lehrer für die Dienstzeit ein. Er ist vier Jahre alt. „Ich habe ihn seit seiner  Geburt. Als er zwei Monate jung war, haben wir mit dem Training begonnen. Er führt alle Befehle des allgemeinen Trainingskurses aus. Er sucht nach Waffen, Sprengstoff und kann in Autos und Bussen die Räumlichkeiten untersuchen“, erzählte der Soldat der Grenzgruppe Gomel.

Im Foyer des Kinos befindet sich auch eine Ausstellung: Hier werden Ausrüstung und Waffen gezeigt, Fotozonen laden zum Fotografieren ein. 

„Besonderer Dank geht an das Kommando der Grenzgruppe Gomel für die Organisation der Dreharbeiten. Unter den Zuschauern sind die Jungs vom regionalen Lyzeum, die bald ihren zukünftigen Beruf wählen werden. Ich würde mich sehr freuen, wenn einer von ihnen nach der heutigen Vorführung sich für den Grenzer-Beruf entscheidet, den Verteidiger des Vaterlandes“, betont Alexander Lawrinenko, Generaldirektor von "Gomelkinovideoprokat".

Der Film wurde in Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Grenzkomitee, dem Innenministerium und dem Verteidigungsministerium an realen Standorten der Streitkräfte in Belarus gedreht. Er erzählt über das Leben und die Arbeit von Soldaten und Kommandanten der Streitkräfte, Grenztruppen und inneren Truppen des Innenministeriums. Der Regisseur des Films ist Grigori Asarjonok. 
Abonnieren Sie uns auf
X
Letzte Nachrichten aus Belarus