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Wirtschaft
17 Februar 2026, 15:44

Regierungschef erzählte, wie Belarus Exporte steigern und Binnennachfrage anreizen wird 

MINSK, 17. Februar (BelTA) – Wie Belarus seine Exporte ankurbeln und die Binnennachfrage anreizen will, darüber erzählte Premierminister Andrej Turtschin heute bei der Präsentation des Regierungsberichtes.
„Es gibt bereits operative Daten über die wirtschaftliche Ergebnisse für Januar. Das BIP liegt bei 98,8% (bei einer Prognose für das erste Quartal von 101,2%). Ein gutes Ergebnis wurde in der Landwirtschaft erzielt. Die Wachstumsrate gegenüber Januar 2025 liegt bei 103,5 Prozent. Das Vorjahresniveau wurde in zwei Bereichen nicht erzielt: in der Industrie (96,6 Prozent) und bei Investitionen (88 Prozent). Dafür gab es objektive und subjektive Faktoren. Zu den objektiven Faktoren gehören die rückgängige Nachfrage auf dem Schlüsselmarkt und aktuelle Wetterbedingungen (im Bauen). Einer der subjektiven Faktoren ist die Langsamkeit einzelner Führungskräfte bei der Anwerbung und Umsetzung von Ressourcen. Die Arbeitsergebnisse für Januar wurden in der Regierung erörtert, unter Beteiligung von Industrieminister und Betriebsleitern. Die entsprechenden Aufgaben wurden definiert und gestellt“, berichtete Turtschin. 

Im Jahr 2026 wird das Hauptaugenmerk auf zwei traditionelle Bereiche gelegt: Export und Binnenmarkt. „Wir streben bei den Exporten eine Zunahme von 3,7% an. Das wollen wir durch die Diversifizierung der Lieferungen erreichen – unsere Märkte liegen nun in den fernen Ländern und in der GUS. Unsere Botschafter haben entsprechende Aufgaben bekommen: Sie müssen dafür sorgen, dass die Exporte wachsen und dass die Projekte zur Errichtung von Montageproduktionen umgesetzt werden. Die Aufgaben sind strategisch, sie sollen zu wirtschaftlichen Ergebnissen führen. Wir haben auch die Exportunterstützung übersehen. Es gilt die folgende Einstellung: Je weiter der Markt und je komplizierter das Produkt ist, desto höher ist die staatliche Unterstützung“, sagte der Premierminister.
Die zweite Richtung ist der Binnenmarkt. „Erstens kurbeln wir die Binnennachfrage an. Mit Zustimmung des Staatsoberhauptes rüsten wir landwirtschaftliche Betriebe technisch um – dafür wurde ein umfangreiches Programm zur Umrüstung von Landwirten mit heimischer Technik gestartet. Der Schwerpunkt liegt auf leistungsstarken Traktoren und Anhängertechnik. Es handelt sich um mehr als 2,5 tausend Stück. Dafür gewährt der Staat ein Br2 Mrd. hohes Darlehen", informierte der belarussische Regierungschef.

Zusätzlich zum Erlass Nr. 146 hat die Regierung ein spezielles Kreditprodukt entwickelt, das jedem Unternehmen die Möglichkeit bietet, moderne Großgeräte zu günstigen Konditionen zu leasen.
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