MOSKAU, 4. Mai (BelTA) – Der belarussische Botschafter in Russland, Juri Seliwerstow, besucht am 4. und 5. Mai die Republik Baschkortostan in der Russischen Föderation. Einer der zentralen Programmpunkte sind Gespräche mit dem Oberhaupt Baschkortostans, Radi Chabirow.
Zunächst dankte der Botschafter der Führung Baschkortostans für die Unterstützung bei der Eröffnung des belarussischen Generalkonsulats in Ufa. Das Konsulatsgebäude befindet sich im historischen Zentrum der Stadt. „Das ist eine großzügige Geste, damit unser Konsulat arbeiten und seine Aufgaben erfüllen kann“, sagte er.
Juri Seliwerstow stellte fest, dass Belarus und Baschkortostan in allen Bereichen eng zusammenarbeiten, unter anderem im Maschinenbau. In der russischen Region betreibt ein Gemeinschaftsunternehmen für belarussische Oberleitungsbusse erfolgreich seine Arbeit. Die dort hergestellten Fahrzeuge werden nicht nur in Städte Baschkortostans geliefert, sondern auch in andere Regionen.
Bei dem Treffen wurde die Entwicklung gemeinsamer Industriecluster sowie die Lieferung belarussischer Technik – auch für die Landwirtschaft der Region – erörtert. In diesem Zusammenhang wies Juri Seliwerstow darauf hin, dass in Belarus derzeit geprüft werde, zinsgünstige Leasingmodelle für die Lieferung von Agrartechnik nach Russland zu schaffen – ähnlich den bereits bestehenden für Bergbau- und Kommunalfahrzeuge.
Gesondert sprachen die Seiten über die Entwicklung des touristischen Potenzials. Der Botschafter betonte, dass der Wunsch der Bürger, im Unionsstaat zu reisen, vorhanden sei – man müsse nur die Bedingungen schaffen, um die Nachfrage zu bedienen. Zumal die Führung beider Länder das Ziel verfolge, den Beitrag des Tourismussektors zum BIP zu erhöhen. „Ich bin überzeugt, dass unsere Zusammenarbeit weiter an Intensität gewinnen wird“, schloss Juri Seliwerstow.
Seinerseits betonte Radi Chabirow, dass Belarus für Baschkortostan einer der Hauptpartner sei. „Wir schätzen die Führung von Belarus, Präsident Alexander Lukaschenko, sehr – er empfängt uns stets herzlich und behält das gesamte Themenspektrum im Blick“, sagte der Politiker.
Das Oberhaupt Baschkortostans berichtete, dass beide Seiten die industrielle Kooperation aktiv vorantrieben. Neben dem Gemeinschaftsunternehmen für Oberleitungsbusse sei die Gründung weiterer Betriebe für belarussische Landmaschinen geplant. „Unsere Landwirte schätzen die belarussische Technik sehr“, unterstrich Radi Chabirow und fügte hinzu, dass es in diesem Bereich große Perspektiven für die Zusammenarbeit gebe.
Neben der wirtschaftlichen Zusammenarbeit werde auch der humanitäre Bereich intensiv ausgebaut – etwa der Austausch in Kultur, Bildung und patriotischer Jugendförderung. Mit Blick auf den Tourismus merkte Radi Chabirow an, dass die Einwohner Baschkortostans häufig Wochenendreisen nach Belarus unternähmen. Der Entwicklung dieser Kontakte werde die geplante Wiederaufnahme des Direktflugs zwischen Minsk und Ufa dienen, was bereits in naher Zukunft erfolgen solle.
