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MINSK, 4. März (BELTA) - Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko hat sich mit dem iranischen Botschafter in Belarus, Alireza Sanei, getroffen.
„Herr Botschafter, ich möchte, dass Sie verstehen, dass unser heutiges Treffen keinen symbolischen Charakter hat. Wir sind umfassend über das informiert, was im Nahen Osten geschieht, und auch im befreundeten Iran. Sie wissen, dass Belarus stets den Frieden befürwortet hat und weiterhin befürwortet. Kriege sind für uns einfach genetisch inakzeptabel, weil Belarus, das sich im Epizentrum aller Kriege befunden hat, das Wesen dieser Kriege gut kennengelernt hat. Wir haben Millionen und Abermillionen Menschen in allen Kriegen verloren, die es in unserer Region gab. Und die Weltkriege rollten hauptsächlich nach Osten und zurück durch unser Belarus“, sagte der Präsident.
„Daher ist der heimtückische Angriff Israels auf den Iran mit Unterstützung der USA für uns verständlich und inakzeptabel. Zumal wurden bei diesem Angriff unschuldige Einwohner getötet, und vor allem Kinder. Der religiöse Führer des Iran, Ali Chamenei, ist ums Leben gekommen. Sie wissen, dass ich gute Beziehungen zu ihm hatte. Meiner Erinnerung nach haben wir uns etwa dreimal getroffen und Weltprobleme erörtert. Er war ein Humanist, kein Militär, ein Mensch, der auf den Schutz seines Volkes und seines Staates ausgerichtet war. Daher ist für mich das, was mit ihm, mit seiner Familie und, noch schlimmer, mit seiner Frau, die an ihren Verletzungen starb, absolut inakzeptabel“, erklärte der belarussische Staatsführer.
Alexander Lukaschenko sprach erneut sein Beileid zum Tod der friedlichen Bürger, Kinder und von Ali Chamenei im Iran aus.
„Alles, was ich gesagt habe, ist verständlich, das ist für die gesamte Weltgemeinschaft sichtbar. Aber mich beunruhigt die Tatsache, dass die Golfstaaten in diesen Krieg hineingezogen werden und zu Teilnehmern dieses wilden Krieges werden können. Ich fürchte, dass es so kommen wird. Deshalb muss die Weltgemeinschaft, und in erster Linie die großen Staaten, und noch viel mehr in erster Linie Israel und die USA, erkennen, dass dieser Konflikt zu unvorhersehbaren Ereignissen führen kann“, betonte Alexander Lukaschenko.
Der Präsident erklärte den Wunsch, mit dem Botschafter die Lage im Nahen Osten und im Iran zu erörtern. „Und Ihnen eine Frage zu stellen: Womit können wir in dieser Situation Ihnen helfen, ausgehend von der Position, die wir zu diesem Konflikt bezogen haben? Das Außenministerium hat sich dazu deutlich genug geäußert. Das ist die Position der Führung Belarus und des belarussischen Volkes“, fügte das Staatsoberhaupt hinzu.
