MINSK, 20. November (BelTA) – Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko hat bei der Ernennung neuer Vorsitzender der Exekutivkomitees der Kreise diesen eine Reihe von Anweisungen und Aufträgen erteilt und die Einhaltung einer grundlegenden Regel gefordert.
„Das Wichtigste, Leute, ist, dass Sie sich das, worüber wir in Witebsk gesprochen haben (Sitzung am 24. Oktober über Maßnahmen zur Gewährleistung einer nachhaltigen Entwicklung des Gebiets Witebsk. – Anm. BelTA), aneignen. Wer das nicht versteht, wird nicht arbeiten. Was wir dort besprochen haben, ist ganz einfach. Und ich verlange nichts von Ihnen, außer Erfüllung einer einfachen Regel und Anforderung“, sagte der Staatschef.
„Ich habe schon oft gesagt: Das Viehsterben und niedrige Milchleistung sind absolut inakzeptabel. Was ist das für eine Kuh, die ein oder zwei Liter Milch gibt? Wer braucht solche Kühe und warum ist es so weit gekommen? Deshalb mein Rat an Sie: Tag und Nacht, bis Sie Ihre Kollektive in den Regionen aufgerüttelt haben, müssen Sie landschaftliche Betriebe, Milchproduktionskomplexe, Industriebetriebe selbst kontrollieren. Die Strategie steht fest: Wir müssen das, was einmal war, wiederherstellen, beginnend mit den Kreiszentren", fordert der belarussische Staatschef.
Alexander Lukaschenko wies darauf hin, dass man zwar mehr oder weniger gelernt habe, im Pflanzenbau zu arbeiten – während der Aussaat und der Ernte –, dass aber der Tierhaltung manchmal zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt werde. Der Präsident betonte jedoch, dass mit dem Ende der Erntesaison keine Zeit zum Ausruhen sei, da der Pflanzenbau hauptsächlich auf die Tierhaltung ausgerichtet sei. In diesem Bereich gibt es noch eine Menge Probleme im Zusammenhang mit der Tierhaltung zu lösen.
„Beginnen Sie gezielt mit der Arbeit an der Reproduktion des Viehbestands. Damit Sie keine Kühe haben, die nur ein oder zwei Liter Milch geben. Das ist schrecklich. Jeder Betrieb muss über einen entsprechenden Zuchtstamm verfügen. Das wissen Sie besser als ich. Und aus diesem Stamm müssen wir die besten Kälber, Färsen und Kühe gewinnen, die mindestens 15 bis 20 Liter Milch geben“, gibt der Staatschef zu verstehen.
Eine weitere Aufgabe für die lokalen Behörden ist die Wiederherstellung der effektiven Arbeit von Kreisorganisationen wie mobile mechanisierte Baukolonnen (abgekürzt PMK) , „Selchoztechnika“ und anderen. Diese Organisationen sind sowohl für die Wartung der Technik als auch für die Ausbildung von Personal äußerst wichtig.
Der Präsident erklärte, dass bereits im kommenden Frühjahr für alle Kreise ein Modell vorgestellt werde, wie diese Organisation aussehen solle.
Alexander Lukaschenko merkte an, dass es in den Regionen mittlerweile nicht mehr drei Dutzend Leiter von Landwirtschaftsbetrieben gibt, wie es in früheren Jahren der Fall war. Die Betriebe wurden vergrößert, und jetzt muss der Vorsitzende des Exekutivkomitees eines Kreises mit maximal 8-9 Leitern zusammenarbeiten. „Einigen Sie sich darauf, wie Sie arbeiten werden. Leute, wir brauchen Ergebnisse. Die Zeiten sind so, dass man ohne Ergebnisse nichts erreicht. Keine Ergebnisse – keine Arbeit. Hier hilft keine Philosophie. Keine Gespräche und Diskussionen. Nur Ergebnisse“, betonte der Präsident.
Er versprach, dass in Kürze „erschreckende Materialien“ – Fakten, die in den schlechtesten Betrieben aufgedeckt wurden – zur Einsichtnahme an die Standorte geschickt werden.
„Bereiten Sie dieses Material mit Wassili Gerassimow vor, damit wir diese Petition einreichen können. Damit sie nicht sagen, dass ich sie grundlos angreife. Ziehen Sie also Ihre Schlussfolgerungen aus dem Gespräch im Gebiet Witebsk“, sagte Alexander Lukaschenko.
