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Gesellschaft
07 Februar 2026, 12:37

Effizientere Wirtschaft, einfacheres Leben: Ministerium für Kommunikation über Staatsprogramm „Digitales Belarus“

MINSK, 7. Februar (BelTA) - In einem Interview mit einem Korrespondenten von BelTA erläuterte die stellvertretende Ministerin für Kommunikation und Informatisierung, Julia Schapkina, die Ziele des Staatsprogramms „Digitales Belarus“ für den Zeitraum 2026-2030.

Ziel des Programms „Digitales Belarus“ sei nicht die Digitalisierung um ihrer selbst willen, sondern die Wirtschaft effizienter und das Leben der Menschen einfacher und komfortabler zu gestalten, betonte Julia Schapkina. „Die Welt bewegt sich rasant in Richtung Digitalisierung, und wir gehen diesen Weg mit Bedacht: ohne Trends hinterherzujagen, sondern mit dem Verständnis dafür, welche Technologien wirklich von Nutzen sind“, erklärte sie.

Das Teilprogramm „Datenwirtschaft“ bildet das Fundament der gesamten digitalen Transformation. „Daten sind heute eine strategische Ressource, vergleichbar mit Energie oder Infrastruktur. Behörden agieren jedoch oft in ihren eigenen digitalen ‚Inseln‘: Daten werden dupliziert, Systeme interagieren nicht ausreichend, und dies erhöht die Belastung für die Nutzer, die gezwungen sind, dieselben Informationen immer wieder anzugeben. Unser Ziel ist es, einen einheitlichen Datenraum der Regierung zu schaffen, in dem Informationssysteme einander verstehen und das Prinzip ‚Informationen einmal eingeben, vielfach nutzen‘ zur Norm wird. Auf diese Weise gewährleisten wir nicht nur die Digitalisierung aller Daten, sondern beseitigen auch die Auswirkungen digitaler Bürokratie“, erklärte die Vizeministerin.

Gleichzeitig wird die Telekommunikationsinfrastruktur ausgebaut. Bis 2030 soll die durchschnittliche mobile Internetgeschwindigkeit in Minsk 135 Mbit/s, in Kreiszentren 110 Mbit/s erreichen, und drei Viertel der Festnetz-Internetanschlüsse sollen Geschwindigkeiten von 100 Mbit/s oder mehr nutzen können. Diese Grundlage sei notwendig für die Einführung moderner digitaler Dienste und die breite Anwendung von Technologien der künstlichen Intelligenz, betonte Julia Schapkina.

Wenn das Programm „Datenökonomie“ die Basis der digitalen Entwicklung bilde, so Schapkina, dann stelle das Teilprogramm „Digitaler Staat“ das bereit, was den Bürgern zur Verfügung gestellt werde. „Wir sprechen von einem Übergang von der Bereitstellung einzelner elektronischer Dienste hin zu einer umfassenden Lösung für Probleme im Alltag, auch im Bedarfsfall (also proaktiv)“, erklärte die stellvertretende Ministerin.

Das Teilprogramm „Digitale Souveränität“ diene schließlich dem technologischen Schutz. „Die letzten Jahre haben deutlich gezeigt, wie wichtig es ist, auf eigene Lösungen zu setzen. Deshalb bauen wir ein importunabhängiges Software-Ökosystem auf. Digitale Souveränität ist heute kein abstraktes Konzept, sondern eine praktische Notwendigkeit. Sie bedeutet die Fähigkeit des Staates, digitale Infrastruktur eigenständig und nachhaltig zu entwickeln, ohne dabei in kritische Abhängigkeit von externen Anbietern zu geraten“, schloss sie.

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