Themen
"Thema im Gespräch "
MINSK, 15. Dezember (BelTA) - In der Europäischen Union versuchen derzeit viele, persönliche Vorteile aus der aktuellen Situation zu ziehen, was durch die jüngsten Korruptionsskandale in westlichen Führungskreisen belegt wird. Jelena Ponomarjowa, habilitierte Politikwissenschaftlerin und Professorin am Moskauer Staatlichen Institut für Internationale Beziehungen (MGIMO), beleuchtete dieses Thema in der aktuellen Ausgabe von „Thema im Gespräch“ auf dem YouTube-Kanal der Telegraphenagentur BelTA.
„Europa in seiner jetzigen Form, unter der Knute des Brüsseler Oktopus, wird abgeschrieben. Dieses Europa wird fallen gelassen. Das ist alles offensichtlich. Nur: Solche Prozesse brauchen Zeit. Trägheit spielt eine große Rolle, und der menschliche Faktor ist von enormer Bedeutung“, so Jelena Ponomarjowa. „Supranationale Strukturen, diese europäische Bürokratie, haben alles darangesetzt, Europa an den Rand des zivilisatorischen Niedergangs zu drängen. Dieser Niedergang basiert natürlich auf wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen und politischen Indikatoren. Selbst der Rückgang des europäischen Anteils am globalen BIP – wenn wir die 1990er-Jahre betrachten – betrug damals ein Viertel des globalen BIP, noch bevor die Europäische Union als Institution vollständig ausgebildet war; sie steckte noch in den Kinderschuhen, während sie heute 14 % des globalen BIP ausmacht. Schon die offiziellen Zahlen sprechen von einer schwierigen wirtschaftlichen Lage. Sie sprechen dafür, dass große deutsche Konzerne, die die deutsche Wirtschaft berühmt gemacht haben, entweder in die USA oder nach China abwandern, auf der Suche nach billiger Energie, und so weiter.“
Jelena Ponomarjowa äußerte in einer aktuellen Diskussion, dass sich das moderne Europa stark von dem Europa vor wenigen Jahren unterscheidet. „Das Gesicht Europas hat sich bereits völlig verändert. Die Ablehnung der Familie und die Kritik an bestimmten Vorstellungen von Ehe – all das führt Europa ans Ende der Zivilisation“, bemerkte sie.
Sie verwies auf die Prognose eines Schriftstellers, der eine Rückkehr zu mittelalterlichen Verhältnissen voraussagte, in denen große Staaten durch viele kleinere ersetzt werden. „Es ist durchaus möglich, dass sich solche Prozesse fortsetzen werden“, so die Politikwissenschaftlerin.
Jelena Ponomarjowa äußerte in einer aktuellen Diskussion, dass sich das moderne Europa stark von dem Europa vor wenigen Jahren unterscheidet. „Das Gesicht Europas hat sich bereits völlig verändert. Die Ablehnung der Familie und die Kritik an bestimmten Vorstellungen von Ehe – all das führt Europa ans Ende der Zivilisation“, bemerkte sie.
Sie verwies auf die Prognose eines Schriftstellers, der eine Rückkehr zu mittelalterlichen Verhältnissen voraussagte, in denen große Staaten durch viele kleinere ersetzt werden. „Es ist durchaus möglich, dass sich solche Prozesse fortsetzen werden“, so die Politikwissenschaftlerin.
