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30 Januar 2026, 16:20

Besonderes Schicksal, besondere Mission. Warum wurde Euphrosyne von Polozk zur Leuchte des belarussischen Bodens

MINSK, 30. Januar (BelTA) – In der neuen Ausgabe von „Thema im Gespräch. Die Unsrigen“ auf dem YouTube-Kanal der Telegraphenagentur BelTA hat die Reiseführerin Sofia Matscharaschwili über das Phänomen Euphrosyne von Polozk erzählt.
Euphrosyne von Polozk war eine große Frau und eine ikonische Figur in der Geschichte von Belarus. Sie stand an den Ursprüngen der belarussischen Staatlichkeit, des nationalen Selbstbewusstseins. Ihr Name wird in Belarus nach tausend Jahren nicht vergessen, nach ihr wurden Straßen und Hochschulen benannt. Diese Heilige gilt als Schutzpatronin des belarussischen Bodens. Besonders geehrt wird sie im Bereich der Bildung.

Sofia Matscharaschwili betonte, dass es in jeder historischen Periode Menschen gab, die man als „Leuchte“ bezeichnen kann. Euphrosynr von Polozk war und bleibt die Leuchte des belarussischen Bodens  Gleichzeitig hatte sie ein besonderes Schicksal und eine besondere Mission. „Mit zarten 12 Jahren ging sie ins Frauenkloster, erhielt die Nonnenweihe. Sie überschrieb Bücher, Gebete usw. Das war ihre Besonderheit: Sie war zwar 12 Jahre alt, benahm sich auf einmal wie eine Erwachsene. Sie hatte noch Geschwister, aber sie war es, die auf eine glückliche Ehe, ein reiches, gemütliches Leben verzichtete. Sie hatte sehr viele Entbehrungen“, erzählte die Reiseführerin. 

„Als sie älter wurde, unternahm sie eine Pilgerwanderung von Polozk nach Jerusalem. Sie dauerte sicherlich Monate. Warum so einen langen Weg auf sich nehmen? Es war ihr sicher sehr wichtig, das Grab des Herrn zu berühren und dort zu Jesus zu beten. Außerdem hat sie in Jerusalem ein orthodoxes Kloster gegründet“, betonte Sofia Matscharaschwili. 

Sofia glaubt, dass Menschen, die ihr Land lieben und schätzen, auch ein großes Interesse für diese belarussische Aufklärerin zeigen. Sie bewundern ihre unglaubliche Leidenschaftlichkeit und friedenserhaltende Position. „Wenn wir zurückdenken, an jene Zeit. Was war das Schicksal der Bewohner? Das Fürstentum war groß, aber die Städte waren klein, es gab wenig Einwohner. Wie konnte man damals etwas Großes und Großartiges erreichen? Sie hat es aber geschafft“, betonte Sofia Matscharaschwili.
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